Stromerzeugung Meldung

Voraussichtlich im April tritt das Gesetz für die Förderung erneuerbarer Energien in Kraft. Es löst das bis dato geltende Stromeinspeisegesetz ab. Mit der Neuregelung soll sich der Anteil umweltschonender Technologien wie Solar- und Windenergie bis zum Jahr 2010 verdoppeln. Die Stromversorger sind verpflichtet, grünen Strom in ihre Netze aufzunehmen. Das neue Gesetz garantiert den Erzeugern der umweltschonenden Energie einen festen Preis für die Stromlieferung und schafft damit Kalkulationssicherheit. So sieht der Gesetzentwurf für Solarstrom eine Vergütung von zunächst 99 Pfennig pro Kilowattstunde vor, für Strom aus Windkraft 17,8 Pfennig. Bisher lag der Preis einheitlich bei 16,52 Pfennig.

Die Umweltverbände reagieren auf das neue Gesetzeswerk überwiegend positiv. Die Stromversorgungsunternehmen stört, dass die bisherige Deckelungsregel entfällt. Danach waren sie lediglich verpflichtet, höchstens fünf Prozent ihrer Gesamtstrommenge aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Jetzt haben sie allerdings die Möglichkeit, Ausgleichszahlungen untereinander geltend zu machen, sofern der Anteil der teureren erneuerbaren Energien ein Prozent ihrer Gesamtstrommenge übersteigt. Ein Unternehmen, das mehr umweltschonende Energie kauft als ein anderes, kann sich von diesem einen Teil der aufgewendeten Mehrkosten zurückholen. Eine Erhöhung der Strompreise für den Verbraucher ist durch das neue Gesetz nicht zu erwarten, schätzt das Bundeswirtschaftsministerium.

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