Wand- und Deckenleuchten anzuschließen, ist nicht ganz einfach und ungefährlich. Da hängen Kabelenden aus der Wand, die durch Klemmen und Schrauben mit der Lampe verbunden werden müssen. Jedes Jahr verunglücken in deutschen Haushalten ungefähr 35 Laien tödlich beim Montieren elektrischer Einrichtungen. Auch Stürze von der Leiter beim Anschließen sind zu beklagen. In Großbritannien und Skandinavien sind Steckverbindungen für Leuchten vorge­schrieben, um die Unfallgefahr bei der Installation zu senken.

Auf eine Anfrage zu diesem Thema erklärte die Bundesregierung im November, dass „vereinfachte und sichere Montagemöglichkeiten ... Verbesserungen bewirken können“. Ein sicheres Stecksystem ist auch in Deutschland wünschenswert: Rund 95 Prozent der 30 bis 40 Millionen verkauften Deckenleuchten pro Jahr werden von Laien angebracht.

Schon seit 1998 existiert ein internationaler Normentwurf für „Leuchtensteckverbinder für Haushalt und ähnliche Zwecke“. Er ist bislang nicht verabschiedet worden. Im gleichen Jahr wurde ein Stecksystem fertig gestellt, das den Sicherheitskriterien im Normentwurf entspricht und bequem und einfach zu handhaben ist. Es wurde auch der deutschen Elektroindustrie vorgestellt und angeboten. Aber mehr ist bis heute nicht geschehen. Und die Verbraucher warten noch immer auf einen besseren Schutz.

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