Der Stromversorger Eon Edis muss eine Geldstrafe von 1,3 Millionen Euro wegen Behinderung anderer Stromanbieter zahlen. Bereits im Sommer hatte die Bundesnetzagentur den Grundversorger für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu 650 000 Euro Buße verdonnert. Denn der Wechsel von Stromkunden zu billigeren Anbietern klappte oft nicht reibungslos.

Auch Astrid Borchert aus der Gemeinde Löwenberger Land in Brandenburg hatte Schwierigkeiten mit Eon Edis. Sie sollte bis Ende September ihren Strom bei zwei Versorgern bezahlen, nachdem sie den Stromanbieter gewechselt hatte.

Ihre monatlichen Abschläge zahlte Borchert an Stromio. Der Anbieter liefert ihr seit 1. Mai 2010 den Strom ins Haus. Doch auch Eon Edis verlangte von Mai bis September Stromgeld, schickte ihr Mahnungen und drohte, den Strom zu sperren.

Borchert legte Widerspruch ein, bekam aber keine Antwort und wandte sich dann an Finanztest. Erst als wir bei Eon Edis nachhakten, stellte der Versorger seine Forderungen ein.

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