So haben wir getestet

Auswahl. Im Juli 2017 haben wir im Internet Wechsel­dienste recherchiert. Neun davon sind bis heute am Markt. Wir haben jeden mehr als ein Jahr lang in der Praxis getestet. Zusätzlich haben wir im Januar 2019 die Wechsel­dienste erneut verdeckt genutzt, um Kosten, Wahl­möglich­keit für Ökostrom und Darstellung der Tarif­empfehlung aktuell auszuwerten.

Kosten. Auf die durch den Anbieter­wechsel erzielte Ersparnis zahlt der Kunde fast immer eine Provision.

Tarif­empfehlung voll­ständig. Sie muss diese Tarifdetails enthalten: Name des Versorgers, Arbeits- und Grund­preis, Höhe und Art der Boni (Sofort- oder Neukundenbonus), Lauf­zeit. Auch der derzeitige Tarif des Kunden muss genannt sein.

Praxis­test

Wir haben die Wechsel­dienste zwischen Oktober 2017 und Dezember 2018 getestet. Dabei wurden 27 Tester (3 pro Wechsel­service) vom ersten Kontakt mit dem Wechsel­service über den ersten Versorgerwechsel bis zum Angebots­vorschlag für das zweite Vertrags­jahr begleitet. Sobald ein Tester ein Wechse­langebot erhielt, haben wir bei den Vergleichs­rechnern Verivox und Check24 Preise mit unterschiedlichen Filter­einstel­lungen abge­fragt. So haben wir geprüft, wie preis­wert das Angebot des Wechsel­dienstes im Vergleich zu anderen Angeboten war.

Angebot 1. Vertrags­jahr:

Güns­tiger Tarif­vorschlag. Der vorgeschlagene Tarif darf höchs­tens 5 Prozent teurer sein als der güns­tigste Tarif der Vergleichs­rechner. Anbieter, die durch kundenunfreundliches Verhalten aufgefallen sind, wie die Bayerische Energieversorgung (BEV), entfallen dabei.

Richtige Bezugs­größe. Aktueller Tarif des Testers muss zur Berechnung der Ersparnis heran­gezogen werden.

Ersparnis abzüglich Kosten dargestellt. Angebot muss die Ersparnis nach Abzug der Provision nennen.

Provision:

Trans­parente Abrechnung. Die Provisions­rechnung muss die Ersparnis und die zu zahlende Provision nennen.

Information zur Versorgerprovision. Das Unternehmen muss auf der Home­page zum Beispiel in den AGB oder unter FAQ trans­parent darstellen, wie mit etwaigen Provisions­zahlungen der Energieunternehmen umge­gangen wird.

Angebot 2. Vertrags­jahr:

Recht­zeitig unterbreitet. Das Angebot für das zweite Jahr muss dem Kunden recht­zeitig vor dem Kündigungs­termin des Vertrags aus dem ersten Vertrags­jahr vorliegen.

Voll­ständig dargestellt. Im Angebot darf nicht nur der neue Preis stehen, sondern alter und neuer Preis müssen direkt gegen­überge­stellt werden, damit ein einfacher Preis­vergleich möglich ist.

Güns­tiger Tarif­vorschlag. Der vorgeschlagene Tarif darf höchs­tens 5 Prozent teurer sein als der güns­tigste Tarif der Vergleichs­rechner. Anbieter, die durch kundenunfreundliches Verhalten aufgefallen sind, wie die Bayerische Energieversorgung (BEV), entfallen dabei.

Richtige Bezugs­größe. Es muss der Preis für die Erspar­nisberechnung heran­gezogen werden, den der Kunde im zweiten Jahr bezahlen würde, wenn er den Vertrag fortführt. Der Kunde muss dafür nicht die Tarif­daten aus dem ersten Vertrags­jahr selbst eingeben.

Mängel in AGB/in Daten­schutz­erklärung. Ein Jurist hat im Dezember 2018 geprüft, ob unzu­lässige Klauseln vorliegen, die Kunden benach­teiligen. Bei deutlichen Mängeln kann die Bewertung nicht „sehr empfehlens­wert“ sein.

Finanztest-Bewertung. Nur Anbieter, die alle Test­kriterien zu 100 Prozent erfüllen, sind sehr empfehlens­wert, von 99 bis 75 Prozent empfehlens­wert, darunter sind sie nicht empfehlens­wert.

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