Strom Meldung

Etwa jeder zehnte Haushalt muss sich auf höhere Strom­kosten einstellen. Mindestens 61 Ver­sorger sollen bereits angekündigt haben, die Grund­versorgungs­preise ab 2014 zu erhöhen. Wie man mit einem Anbieter­wechsel mehr als 300 Euro sparen kann, sagt die neue Strompreisrecherche von Finanztest. Dort finden Sie auch eine kostenlose Über­sicht über verbraucherfreundliche Tarife für 20 ausgewählte Städte. Bei Ärger mit dem Anbieter können sich Verbraucher an die Schlichtungsstelle Energie wenden.

[Update 18.11.2013]: Schlichtungs­stelle Energie hat 100 Mitglieder

Immer mehr Verbraucher können bei Ärger mit dem Strom- oder Gasanbieter mit der Schlichtungsstelle Energie in Kontakt treten. Mitt­lerweile hat die Schlichtungs­stelle 100 Mitglieder – darunter große Anbieter wie E.On oder RWE. Insgesamt gibt es rund 1 000 Stromanbieter. Egal ob der Anbieter, mit dem der Kunde Ärger hat, Mitglied ist oder nicht: Die Schlichtungs­stelle hilft, zum Beispiel bei Streit um Rechnungen oder wenn es Ärger beim Wechsel des Lieferanten gibt. Inner­halb von drei Monaten soll eine Einigung gefunden werden. Verbraucher müssen sich zuvor bei ihrem Versorger beschwert und dessen Antwort vier Wochen lang abge­wartet haben. Versorger, die Mitglied der Schlichtungs­stelle sind, müssen am Schlichtungs­verfahren teilnehmen, Nicht-Mitglieder müssen dies nicht. Wermuts­tropfen: Die Schlichtungs­sprüche sind für beide Seiten nicht verbindlich. Aber ein Schlichtungs­spruch kann gut dafür geeignet sein, die Chancen einer Klage gegen den Versorger abzu­schätzen.

Kontakt: Getragen wird die Schlichtungsstelle Energie gleichberechtigt von Verbänden der Energiewirt­schaft und von Verbraucher­organisationen wie dem Verbraucherzentrale Bundes­verband (vzbv). Schlichtungs­stelle Energie, Friedrich­straße 133, 10117 Berlin. Telefon: 0 30/27 57 24 00. E-Mail: info@schlichtungs­stelle-energie.de [Ende Update]

Preis­erhöhung von 3,35 Prozent

Die Preise sollen im Schnitt um 3,35 Prozent steigen. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Strom­verbrauch von 3 500 Kilowatt­stunden würde dies ein Plus von gut 30 Euro im Jahr bedeuten. Strom wird für die Verbraucher seit Jahren teurer. Ein Grund ist die umstrittene sogenannte EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom. Diese steigt Anfang 2014 um 18 Prozent auf 6,24 Cent pro verbrauchter Kilowatt­stunde.

Sparen mit Anbieter­wechsel

Mit einem Anbieter­wechsel lassen sich bis zu mehrere hundert Euro sparen. Eine aktuelle Über­sicht fairer und güns­tiger Tarife für 20 Städte hat test.de heute im Strompreistest veröffent­licht. Die Kriterien der Stiftung Warentest für faire und güns­tige Tarife sind:

  • Monatliche Zahlung. Kunden zahlen monatliche Abschläge.
  • Preis­garantie. Die Preis­garantie sollte mindestens zwölf Monate gelten und möglichst viele Preis­bestand­teile, mindestens aber den Energiekosten­anteil und die Netz­entgelte fixieren.
  • Bonus. Ein Tarif muss auch ohne Neukundenbonus günstig sein. Denn der Kunde zahlt zunächst den Jahres­preis ohne Bonus und bekommt ihn allenfalls nach der ersten Jahres­rechnung zurück. Im zweiten Jahr fällt der Bonus weg und der Tarif wird selbst ohne Preis­erhöhung teurer. Wir empfehlen Tarife ohne Bonus.
  • Kurze Frist. Die Kündigungs­frist zum Ende der ersten Lauf­zeit ist nicht länger als sechs Wochen.
  • Anschluss­lauf­zeit. Der Kunde kommt nach der Mindest­vertrags­lauf­zeit mit einer Frist von vier Wochen aus dem Vertrag. Im zweiten Jahr ist er so bei einer Preis­erhöhung nicht auf das kurze Sonderkündigungs­recht angewiesen.

Tipp: Mehr Informationen finden Sie auch auf unserer Themenseite Eigenheim und Miete und unter Gewusst wie – Stromanbieter wechseln.

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