Betreiber von Einkaufsmärkten müssen eisglatte Stellen auf ihren Kundenparkplätzen durch Streuen entschärfen. Ein Marktbetreiber, der diese Pflicht vernachlässigte, wurde jetzt vom Oberlandesgericht Düsseldorf zur Zahlung von über 25.000 Mark verurteilt, weil eine Kundin ausrutschte und sich verletzte.

Die Frau war beim Aussteigen aus ihrem Wagen auf einer gefrorenen Regenpfütze ausgeglitten und gestürzt. Da sie sich auf dem Weg zur Arbeit befand und Einkäufe für ihren Arbeitgeber erledigen wollte, hätte eigentlich die Berufsgenossenschaft für die Kosten der ärztlichen Behandlung aufkommen müssen. Doch die verklagte den Supermarkt ­ und das mit Erfolg.

Nach Meinung der Düsseldorfer Richter gehört nämlich zur Verkehrssicherungspflicht, dass Mitarbeiter des Einkaufsmarkts die Kundenparkplätze gründlich nach Eisstellen absuchen und gegebenenfalls streuen (Az. 22 U 53/99).

Die Kundin selbst hätte möglicherweise gute Chancen gehabt, von dem Marktbetreiber außerdem ein Schmerzensgeld als Ausgleich für die erlittenen Verletzungen zu fordern.

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