An wen wendet sich der Urlauber, der mit dem gemieteten Ferien­haus oder der Ferien­wohnung im Ausland so unzufrieden ist, dass er klagen will? Er kann zuhause vor Gericht ziehen und vom ausländischen Vermieter eine Entschädigung wegen entgangener Urlaubs­freude verlangen. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden (Az. X ZR 157/11).

Geklagt hatte ein Paar aus Schwerin. Die Urlauber hatten von einem dänischen Anbieter ein Ferien­haus in Belgien gemietet. Als sie ankamen, entdeckten sie: Die Strom­kabel im Haus waren marode, Steck­dosen lose, die Matratzen verschmutzt, Balkon und Terrasse nicht vorhanden. Vor Ort verlangten sie sofort eine Beseitigung der Mängel. Als nichts geschah, reisten sie vorzeitig ab. Zuhause reichte das Paar beim Amts­gericht Schwerin Klage gegen den dänischen Ferien­haus­vermieter ein. Der Anbieter meinte, zuständig seien die belgischen Gerichte. Er irrte sich.

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