Streit mit der Bank Meldung

Die Schlichtungs­sprüche der Ombuds­leute, die bei Streit zwischen Kunden und Bank angerufen werden können, sind ab 1. Januar 2015 bis zur Höhe von 10 000 Euro bindend. Bisher waren Banken nur verpflichtet, Schaden­ersatz­zahlungen bis zu einer Summe von 5 000 Euro zu begleichen. test.de erklärt das Schlichtungs­verfahren.

6 551 Kunden­beschwerden im Jahr 2013

Die Streit­schlichtung durch die Ombuds­leute für Kunden ist unentgeltlich und unver­bindlich. Das heißt: Anders als die Banken können sie nach einem Schlichtungs­spruch immer noch vor Gericht ziehen. Geschlichtet werden über­wiegend Beschwerden von Privatpersonen, die mit Mitglieds­banken des Bundes­verbands deutscher Banken (BdB) Ärger haben. Unter verbraucher.bankenverband.de finden Kunden die Mitglieds­banken des BdB sowie einen Online-Check. Mit ihm können sie klären, ob die Ombuds­stelle für ihren Fall zuständig ist. Außerdem gibt es dort ein Kontaktformular, mit dem Kunden ihr Anliegen an den Ombuds­mann schi­cken können.

Kunden gewinnen häufiger als Banken

Im Wert­papier­geschäft stand im vergangenen Jahr der Streit über die Anla­geberatung im Vordergrund. Hier gab es 2 400 Streitfälle. Im Kredit­geschäft ging es in den meisten Fällen (2350) um die Frage, ob Bearbeitungs­entgelte bei Verbraucherdarlehens­verträgen rechtens sind. Wie oft Kunden gegen die Banken im Schlichtungs­verfahren erfolg­reich waren, steht bislang nur vorläufig fest: Danach entschieden die Schlichter in 55 Prozent der Fälle zugunsten der Kunden, in 30 Prozent der Fälle zugunsten der Banken und 15 Prozent der Fälle endeten mit einem Vergleich.

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