Streaming Special

Film- und Serien­fans sind nicht mehr vom Fernseh­programm abhängig. Dank Platt­formen wie Youtube, Netflix oder Amazon können Zuschauer ihr Programm gestalten. Die passenden Apps sind aber nicht auf jedem Fernseher vorinstalliert. Bei älteren Geräten wird zudem die Youtube-App nicht mehr in jedem Fall vom Mutter­konzern Google gepflegt und ist wert­los für den Nutzer. Dennoch muss niemand die Online-Inhalte auf dem Computer­bild­schirm ansehen. Drei Wege, wie Inhalte auf den Fernseher gelangen.

Computer mit HDMI-Kabel

So gehts: Recht einfach lassen sich moderne PCs über ein HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbinden. Der dient dann als zweiter Bild­schirm, die Steuerung läuft weiter über den Computer. Besitzt der Computer keinen HDMI-Ausgang braucht es noch einen entsprechenden Adapter zum Beispiel vom DVI- auf den HDMI-Anschluss oder ein Extra­kabel um den Ton zu über­tragen.

Vorteile: Die Lösung ist günstig. Filmfans brauchen nur das HDMI-Kabel für den ohnehin vorhandenen PC kaufen. Ein zwei Meter langes Exemplar ist ab zirka 5 Euro zu haben. Zudem ist die Kabel-Verbindung sehr stabil, was eine störungs­freie Über­tragung begüns­tigt.

Nachteile: Kabelsalat. Wer kein Notebook hat, muss eine Verbindung zum PC legen. Laptop-Besitzer haben es leichter, müssen aber damit leben, dass sie das Gerät während des Filmgenusses nicht uneinge­schränkt nutzen können.

Streaming-Box oder -Stick

So gehts: Elegant ist die Lösung über Streaming-Boxen oder -Sticks, wie etwa Amazon Fire TV Stick, Google Chromecast oder Apple TV. Nutzer verbinden die Geräte über HDMI mit dem Fernseher. Im Ideal­fall verschwinden Box oder Stick hinter dem Gerät oder integrieren sich optisch in die Multimedia-Ecke des Wohn­zimmers.

Vorteil: Für manche Video­streaming-Dienste sind Apps bereits vorinstalliert, die dann zum Teil direkt per Fernbedienung gesteuert werden können. Zudem lassen sich Inhalte vom Tablet, Smartphone oder PC kabellos per WLan-Funk an den Fernseher schi­cken.

Nachteil: Die kabellose Über­tragung ist weniger stabil. Je nach Auslastung des heimischen Funk­netz­werks kann die Über­tragung instabil werden. Zudem sind Boxen und Sticks nicht billig. Sie kosten zwischen 30 und 100 Euro.

Bluray-Player oder Spiele­konsole

So gehts: Auch Bluray-Spieler (test 11/2012) oder Konsolen wie die aktuel­leren Xboxen von Microsoft oder die Play­station-Modelle von Sony bieten die Möglich­keit Videos per Youtube abzu­spielen. Zusätzlich haben sie zum Teil Apps von Online-Streaming­diensten wie Amazon Instant Video, Watchever oder Netflix vorinstalliert und bringen so den Filmgenuss vom Netz auf den Fernseher.

Vorteil: Wer eine Konsole oder einen Bluray-Player besitzt, spart sich weitere Anschaffungen – die Geräte sind schon mit dem Fernseher verbunden. Zudem lassen sich Bluray-Scheiben darüber abspielen. Bluray-Spieler gibts ab zirka 100 Euro, aktuelle Konsolen ab 300 Euro.

Nachteil: Das Angebot beschränkt sich auf jene Apps und Dienste, die für das jeweilige System bereit­stehen. Die Nutzer haben keine Garantie, dass der jeweilige Anbieter die Programme dauer­haft pflegt.

Test Online-Video­theken

Online-Video­theken wie Netflix und Maxdome liefern Filme und Serien bequem per Internet. Welcher Anbieter das beste Repertoire hat, und wo die Bild­qualität am höchsten ist, zeigt unser Test Online-Videotheken: Was sie bieten – und wie sie funktionieren (test 3/2015).

Dieser Artikel ist hilfreich. 43 Nutzer finden das hilfreich.