So haben wir getestet

Im Test: Acht große Video-on-Demand-Dienste, die Kino­filme und Serien verleihen. Wir wählten Dienste, die Werke einzeln oder im Abonnement anbieten oder beide dieser Nutzungs­modelle zur Verfügung stellen. Die Dienste sollten mindestens bei der Nutzung am PC ohne Zusatz­geräte funk­tionieren.

Erhebungs­zeitraum: September bis November 2016.

Repertoire: 40 %

Wir prüften die Verfügbarkeit der 40 populärsten Serien (laut Ranking der IMDb). Für aktuelle Filme bildeten wir vier Kategorien: Komödien, Dramen, Horror/Science-Fiction/Action/Thriller sowie Kinder-/Animations-/Zeichentrick­filme. Für jede dieser Kategorien wählten wir jeweils 30 aktuelle beliebte Filme aus (laut Hitliste der Film­förderungs­anstalt FFA), die ihren Kino­start vor 6 oder mehr Monaten hatten. Wir prüften auch die Verfügbarkeit der 40 beliebtesten Film­klassiker (laut IMDb).

Bild- und Tonqualität: 15 %

Anhand eines Videos beur­teilten drei Experten die Bild- und Tonqualität auf einem hoch­wertigen Smart TV. Dies geschah bei allen Diensten in zwei Szenarien: Die Internetband­breite war in einem Fall sehr schnell. Im zweiten Fall wählten wir die jeweils lang­samste Daten­verbindung, die die Anbieter auf ihren Webseiten als Mindest­anforderung angeben – hierbei bewerteten die Probanden Bild und Ton erneut. Kriterien für das Bild waren unter anderem flüssige Darstellung, Schärfe und Bild­fehler wie Pixelblöcke oder Aussetzer. Bei der Beur­teilung der Tonqualität wurde auf Klarheit und Aussetzer geachtet. Bei Google Play und iTunes verwendeten wir für die Beur­teilung von Bild und Ton am Smart TV ein Streaminggerät des jeweiligen Anbieters (Google Chrome­cast, Apple TV).

Nutzung und Vielseitig­keit: 30 %

Wir bewerteten verschiedene Nutzungs­arten: per App am Smart TV, per Tablet-App und per PC. Wir beur­teilten unter anderem das Einrichten des Accounts, die Such­möglich­keiten und ob es bei der Wieder­gabe Probleme gab. Weitere Nutzungs­defizite – etwa bei der Konto­verwaltung – bewerteten wir auch. Zur Beur­teilung der Nutzung zählte zudem ein FSK-Check: Eine 15-Jährige mit eigenem Bank­konto versuchte, sich einen Account bei den geprüften Diensten anzu­legen. Sie hatte Zugriff auf das Paypal-Konto eines Verwandten, der einen anderen Nach­namen hat. Für das Urteil Vielseitig­keit prüften wir unter anderem, ob Videos offline angesehen werden können. Weitere Kriterien waren etwa die Verfügbarkeit von Originalton mit Unter­titeln, die Verfügbarkeit von Zusatz­informationen zu Schauspielern und Regisseuren sowie die Verfügbarkeit in HD.

Informationen und Verträge: 15 %

Beim Urteil Informationen bewerteten wir, wie gut die Anbieter ihre Nutzer über sich, das Repertoire, verwend­bare Geräte und die Konto­einrichtung informieren. Wir prüften unter anderem, wie gut der Hilfe­bereich gestaltet ist und auf welchen Wegen Kunden den Anbieter bei Rück­fragen oder Problemen erreichen können. Für das Urteil Verträge prüften wir unter anderem, ob die Dienste mehrere Vertrags­modelle – also Abo und Einzel­leihe – anbieten, welche Lauf­zeit die Verträge haben und ob es eine kostenlose Test­phase gibt. Wir untersuchten außerdem, wie gut die Vertrags­verwaltung online funk­tioniert, welche Zahlungs­arten angeboten werden und ob darunter auch verbraucherfreundliche Varianten wie Last­schrift sind. Beim Punkt Umgang mit Nutzer­daten untersuchten wir unter anderem den Umfang der erfassten Daten, wie leicht sich das Nutzer­konto sowie Bank­daten löschen lassen und ob die Konto­daten des Nutzers bei der Über­tragung verschlüsselt werden. In den Daten­schutz­erklärungen achteten wir unter anderem darauf, wie präzise und verständlich sie formuliert sind und ob die Weitergabe der Daten an Dritte ausgeschlossen wird.

Mängel in den AGB: 0 %

Ein Jurist prüfte die allgemeinen Geschäfts­bedingungen auf Klausel­verstöße, die Kunden benach­teiligen.

Daten­sende­verhalten der Apps: 0 %

Mithilfe eines Proxys lasen wir bei der Nutzung am Smartphone (Samsung Galaxy 6 Edge, Apple iPhone 5s) die gesendeten Daten aus den Apps aus, entschlüsselten sie falls notwendig und analysierten sie. Das Urteil lautete kritisch, wenn Daten gesendet wurden, die für die Nutzung nicht notwendig sind. Dies gilt etwa für die Über­tragung der Geräte-ID des Smartphones, insbesondere wenn zusätzlich weitere Nutzer­daten über­mittelt wurden.

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Fanden wir deutliche Mängel in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen, führte dies zu einer Abwertung des test-Qualitäts­urteils um eine halbe Note.

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TestNetflix & Co21.12.2016
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