Netflix & Co Test

Couch statt Kino­sessel: Wer Online-Video­theken nutzt, braucht nicht durch den Regen zum Kino zu laufen, muss keine 20 Minuten Werbung über sich ergehen lassen und auch kein Popcorn-Geraschel vom Sitz­nach­barn ertragen. Und das Beste: Der Zuschauer bestimmt selbst, was läuft. Wie gut das Film- und Serien­angebot im Netz ist, haben wir bei acht Anbietern getestet – darunter die Streaming­dienste von Netflix, Amazon, Maxdome, iTunes und Sky.

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TestNetflix & Co21.12.2016
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Filme und Serien

Wie groß ist die Auswahl? Im Netz wird jeder fündig: Die acht geprüften Online­video­theken zeigen Block­buster wie „Batman vs. Superman“ ebenso wie anspruchs­volle Dramen, etwa den Oscar-Gewinner „Spot­light“, und obskure Werke wie Werner Herzogs Vulkandoku „In den Tiefen des Infernos“. Auch Serien­junkies bekommen online ihren Stoff: Im Repertoire-Check stießen wir unter anderem auf Erfolgs­titel wie „Game of Thrones“, „Breaking Bad“ und „House of Cards“. Wie gut eine Online­video­thek ist, hängt vor allem von ihrem Repertoire ab.

Serien­fan oder Cineast? Um die Vielfalt des Angebots bewerten zu können, suchten wir bei allen Diensten nach 160 beliebten Filmen und den 40 populärsten Serien. Die acht Portale schnitten dabei sehr unterschiedlich ab: Ein renommierter Anbieter kam auf gerade mal 14 der 160 Filme, während die Online-Video­thek mit dem besten Repertoire 114 von 160 gesuchten Titeln parat hatte. Es gibt aber nicht nur quantitativ große Unterschiede zwischen den Diensten – auch inhalt­lich stechen einige heraus: Einer ist auf Serien spezialisiert, hat aber ein mageres Film­angebot. Einer bietet viele Titel, die bei keinem anderen Anbieter im Test zu finden sind.

Welche Online­video­thek die richtige ist, hängt von den Vorlieben des Nutzers ab. Die Entscheidung für einen Anbieter sollte daher gut über­legt sein – der Test liefert Daten und Fakten, die diese Entscheidung erleichtern.

Leihen und kaufen

In vielen Fällen steht der Kunde vor der Frage: Leihen oder kaufen? Im Test haben wir uns auf das Leihen konzentriert, denn der Kauf ist mit mehreren Nach­teilen verbunden: Im Normalfall entstehen deutlich höhere Kosten. Und nach dem Erwerb lässt sich die Video­datei längst nicht über­all abspielen – meist funk­tioniert das nur mit Spezialsoftware der jeweiligen Online­video­thek. Zudem fehlen im Netz mitunter Bonusmaterialien und zusätzliche Tonspuren, die bei gekauften DVDs und Blu-ray-Discs selbst­verständlich sind. Schließ­lich kommt noch hinzu, dass sich eine gekaufte Video­datei nicht so leicht an Freunde ausleihen lässt wie eine DVD.

Wer einen bestimmten Film liebt und immer wieder sehen will, sollte daher eher die DVD oder Blu-ray als den digitalen Kauf wählen.

Abo und Einzel­abruf

Zwei Modelle konkurrieren um die Gunst des Kunden: Abos liefern für eine monatliche Pauschale eine riesige Menge an Filmen und Serien, von denen der Zuschauer so viele ansehen kann wie er möchte. Beim Einzel­abruf bezahlt der Nutzer hingegen jedes Werk separat. Wer oft online Filme und Serien schaut, kommt mit Abos deutlich güns­tiger weg. Der erste Monat ist meist sogar gratis. Doch die Abos bieten eher Masse statt Klasse – aktuelle und besonders populäre Filme sind häufig nur im Einzel­abruf erhältlich.

Es kann daher sinn­voll sein, die beiden Modelle zu kombinieren: das Abo als „Grund­versorgung“, der Einzel­abruf zur Ergän­zung neuerer Titel. Da manche Filme und Serien nur bei einzelnen Anbietern vorhanden sind, kann es auch nötig sein, mehrere Dienste zu nutzen.

Eigen­produktionen und Exklusives

Da es im Netz zahlreiche Online­video­theken gibt, versuchen einige Anbieter, sich durch exklusives Material abzu­setzen. Sie kaufen zum Beispiel Rechte bei Film­festivals. Die dort ersteigerten Titel laufen dann entweder gar nicht oder erst verspätet bei anderen Portalen. Oder sie produzieren eigene Serien und Filme, die dann nirgendwo anders zu sehen sind. Die meisten Eigen­produktionen stammen aus den USA, inzwischen wird aber auch in Deutsch­land an mehreren „Originals“ gearbeitet.

Der Test verrät, welche Anbieter hier hervorstechen und welche Eigen­produktionen besonders prominent sind.

Bild und Ton

Zum Filmgenuss gehört natürlich auch eine möglichst hohe Bild- und Tonqualität. Je schneller die Internet­verbindung des Nutzers ist, desto besser kann die Qualität sein. Doch gerade in ländlichen Regionen ist es mitunter schwer, einen Anschluss zu bekommen, der 16 Megabit pro Sekunde oder mehr schafft. Laut Anbieter­angaben funk­tionieren die meisten Dienste aber auch mit 2 Megabit pro Sekunde. Wir haben die Portale beim Wort genommen und geprüft, wie die Bild- und Tonqualität bei hoher Geschwindig­keit und beim von den Anbietern genannten Mindest­tempo ist.

Das Resultat: Einige Online­video­theken liefern auch bei Schne­ckentempo Top-Qualität, bei anderen stoppt das Bild ständig, weil der Stream nach­lädt – bei einem Anbieter mussten wir bei Nied­rigtempo stunden­lang warten, ehe der Film über­haupt startete.

Diese Fragen beant­wortet der Test

  • Wie gut ist das Serien- und Film-Repertoire im Netz?
  • Welche Online­video­thek eignet sich für Cineasten am besten und welche für Serien­fans?
  • Wie unterscheidet sich das Repertoire zwischen Abos und Einzel­abruf-Modellen?
  • Welche Anbieter sind für ihre Eigen­produktionen bekannt?
  • Warum laufen Filme erst Monate nach dem Kino­start im Netz?
  • Welche Anbieter liefern auch bei lang­samen Internet­verbindungen gute Bild­qualität?
  • Wie fair sind die Geschäfts­bedingungen der Dienste und wie sorgfältig gehen die Anbieter mit Nutzer­daten um?
  • Wo finden Arthouse-Fans anspruchs­volle Filme mit Originalton?
  • Ist es legal, im Internet Filme und Serien außer­halb von Online­video­theken anzu­sehen?
  • Wie gut funk­tioniert der Jugend­schutz?

Ebenfalls getestet: Streaming-Sticks und -Boxen

Filme aus Online-Video­theken lassen sich auch auf Fernsehern ohne Internet­zugang ansehen. Streamingboxen und -sticks, oft auch als Dongles bezeichnet, machen TV-Geräte fit fürs Netz und peppen sogar manch einen smarten Fernseher auf. Wir haben sieben Streaminggeräte und zwei Adapter geprüft – von Google Chrome­cast bis Amazon Fire TV Stick. Zum Test von Streaminggeräten

Nutzer­kommentare, die vor dem 21. Dezember 2016 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Untersuchung aus test 3/2015. Auf diese erhalten Sie ebenfalls Zugriff, wenn Sie den aktuellen Test frei­schalten.

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