Dividenden­strategien: Kontinuität ist entscheidend

Bei Dividenden­strategien können Anleger in viele Fallen tappen. Wer nur auf die Höhe der Dividendenrendite schaut, steht auf verlorenem Posten. Besonders verlockende Renditen sind sogar ein Alarm­zeichen, wenn sie von einem extremen Kurs­verlust der Aktie herrühren. Oft hat das betreffende Unternehmen Probleme – mit möglichen Folgen für künftige Dividenden. Ein gutes aktuelles Beispiel ist der spanische Konzern Telefonica, der auf dem Papier eine Zeit­lang mit zwei­stel­liger Dividendenrendite glänzte. Inzwischen wurde die Ausschüttung aber ganz gestrichen.

Manche Indizes auf Dividenden­strategien setzen hinter die Dividendenrendite mehrere Filter, um die wahren Dividenden­perlen zu ermitteln. So schaffen es in den MSCI Europe High Dividend nur solche Unternehmen, deren Dividenden in den vergangenen fünf Jahren gestiegen sind. Außerdem scheiden Firmen aus, die den größten Teil ihres Jahres­gewinns für die Dividende aufwenden müssen. Hier drohen in schwierigeren Zeiten Dividendenkür­zungen. Eine ähnliche Ziel­richtung haben auch die Stoxx-Select-Dividend-Indizes, die es für verschiedene Regionen und auch als globale Variante gibt.

Die beiden deutschen Dividendenindizes richten sich dagegen nur nach der Höhe der Rendite. Der DivDax versammelt die 15 dividenden­stärksten Aktien aus dem Dax 30. Die Mess­latte ist dabei die letzte Ausschüttung. Der DaxPlus Maximum Dividend bezieht sich auf die Prognose für die kommende Dividende und pickt aus den 110 bedeutendsten deutschen Aktien die 20 rendite­stärksten heraus. Besonderheit: Der Index wird halb­jähr­lich nahezu komplett umge­krempelt, um möglichst viele Ausschüttungen einzusammeln.

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