Egal, ob es um Handyverträge, den Tierschutz oder eine neue Kreditkarte geht: Straßenwerber dürfen Passanten nicht belästigen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. I ZR 227/01). Nach Ansicht der Richter sind mittlerweile zu viele Werber in der Öffentlichkeit unterwegs, auch dezente Annäherungsversuche sind deshalb als Belästigung zu qualifizieren.

Immer dann, wenn sich Passanten dem Werber nicht ohne weiteres entziehen können, ist das Anquatschen verboten. Ihre Werbestände in Bahnhöfen, Fußgängerzonen oder Flughäfen müssen die Anbieter aber nun nicht abbauen. Sie müssen sich lediglich gegenüber den Vorbeigehenden zurückhalten.

Tipp: Belästigte haben gegen das Anquatschen zwar keine rechtliche Handhabe. Doch wer seinem Ärger Luft machen will, kann die Wettbewerbszentrale informieren (Tel. 0 61 72/1 21 50). Sie kann Werbetreibende abmahnen, die über die Stränge schlagen.

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