Straßenverkehrs­ordnung Meldung

Wann muss ein Radler auf den Radweg? Wann dürfen Kinder in den Anhänger? Und wann ist für Radler der Gehweg erlaubt? Jetzt gelten neue Regeln. test erklärt, was gilt.

Auf dem Radweg

Eine generelle Pflicht für Radler, einen Fahr­radweg zu nutzen, gibt es seit rund 15 Jahren nicht mehr. Allerdings galt: Ist ein Weg mit dem Schild weißes Fahr­rad auf blauem Grund gekenn­zeichnet, muss ihn der Fahr­radfahrer nutzen – selbst wenn er dazu die Straßenseite wechseln muss. Seit 1. April besteht mehr Freiheit. Nach der neuen Regel kann das Radwegeschild auf der linken Straßenseite in Fahrt­richtung künftig eine Zusatz­tafel „Radverkehr frei“ haben. Dann besteht keine Pflicht mehr, den Radweg zu benutzen. Der Radfahrende, wie der Radler jetzt im Gesetzes­text heißt, kann selbst entscheiden, ob er den Fahr­bahn­wechsel riskiert oder ob er auf der rechten Fahr­bahn weiterfährt.

Im Fahr­rad­anhänger

Der Kinder­trans­port per Fahr­rad­anhänger tauchte in der Straßenverkehrs­ordnung bislang nicht auf. Das ändert sich jetzt mit der Novelle. Zwei Kinder, höchs­tens sieben Jahre alt, dürfen im Anhänger mitfahren, sofern er für den Personen­trans­port ausgestattet ist. Für behinderte Kinder existiert keine Alters­beschränkung. Der Fahrer des Gespanns muss mindestens 16 Jahre alt sein. Auch Tiere dürfen im Anhänger trans­portiert werden – voraus­gesetzt, sie sind angebunden.

An der Ampel

Fehlt am Radweg eine Ampel, galt bisher für Radfahrer grund­sätzlich die Fußgänger­ampel. Künftig sollen sie die Fahr­zeugampel beachten. Für diese Regel gibt es eine Über­gangs­frist bis zum 31. Dezember 2016. Um bis dahin Klarheit zu schaffen, sollen möglichst viele separate Fahr­radampeln montiert werden.

Auf dem Gehweg

Ist ein Fußgängerweg mit dem Schild „Radverkehr frei“ gekenn­zeichnet, galt bislang für Fahr­radfahrer Schritt­geschwindig­keit als Höchst­tempo. Jetzt heißt es: Auf Fußgänger muss Rück­sicht genommen werden. Der Fahr­radfahrer darf sie weder behindern noch gefährden. Auf Radfahr­straßen gilt seit dem 1. April die Höchst­geschwindig­keit von 30 Stundenkilo­metern.

Dieser Artikel ist hilfreich. 18 Nutzer finden das hilfreich.