Straßenverkehr Meldung

Wer eine rote Ampel überfährt und dadurch einen Unfall verursacht, bekommt normalerweise ein Bußgeld in Höhe von 240 Euro und ein Fahrverbot aufgebrummt. Das Fahrverbot kann aber entfallen, wenn der Fahrer die rote Ampel wegen eines „Mitzieheffekts“ überfahren hat, entschieden die Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe (Az. 2 (6) SsBs 558-09/AK 243/09). Ein Linksabbieger hatte an einer roten Ampel gehalten. Die Geradeausspur hatte ebenfalls eine Ampel. Als diese auf Grün umsprang, fuhr der Linksabbieger los, obwohl seine Ampel noch auf Rot stand. Der Fahrer kollidierte auf der Kreuzung mit einer Straßenbahn. Das Gericht wertete den Ampelverstoß als Augenblicksversagen und erklärte das Fahrverbot für unwirksam.

Dieser Artikel ist hilfreich. 731 Nutzer finden das hilfreich.