Auf jugendliche Handybesitzer hat es die IBC Telecom Hamburg abgesehen. Bundesweit schaltet sie Anzeigen für Handylogos, verschickt dann aber teure Abo-Rechnungen. So fand ein Minderjähriger aus Kyritz/Brandenburg im TV-Videotext eine Rufnummer, unter der man ein Logo laden könne. Noch am selben Abend erhielt der Vater einen Anruf eines Telecom-Mitarbeiters, der ihm erklärte, das Telefonat seines Sohnes könne nicht über die Prepaid-Karte abgerechnet werden, deshalb benötige er die Adresse. Wenig später erhielt die Familie eine Rechnung für den Abschluss eines Sex-Hotline-Abos.

Fakt ist: Für einen wirksamen Vertragsabschluss mit Minderjährigen ist die Einwilligung der Eltern erforderlich. Und die wurde nicht erteilt ­ auch nicht konkludent durch Angabe der Adresse. Außerdem gewährt das Fernabsatzgesetz ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat Strafanzeige erstattet. Sie hält im Faxabruf einen Musterbrief bereit unter 0 190 1/9 22 90 47 (3 Seiten, 1,21 Mark/Minute). Ihr Rat: Geben Sie bei solchen Anrufen nicht die Anschrift heraus und zahlen Sie nicht.

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