Stimmrecht Meldung

Maut-Versager DaimlerChrysler lädt am 7. April zur Hauptversammlung. Einige Aktionäre wollen Jürgen Schrempp die Entlastung verweigern.

Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) sieht die Aktionärsdemokratie gefährdet. Immer weniger Aktionäre nutzten ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung. Wenn in der Hauptversammlung einer großen Publikumsgesellschaft nur die Besitzer von 30 Prozent der Aktien vertreten seien, könnten Großanleger mit relativ geringem Stimmanteil Beschlüsse erzwingen, „die keinesfalls im Interesse der Privatanleger“ liegen.

Zur geringen Präsenz trägt bei, dass sich „die Sparkassen und Genossenschaftsbanken weitestgehend von der Stimmrechtsvertretung ihrer Kunden verabschiedet haben“, sagt Reinhild Kei­tel, Pressesprecherin der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK).

Wer nicht an der Hauptversammlung teilnimmt, sollte sein Stimmrecht vorher übertragen, rät das DAI. Eine kostenlose Vertretung bieten die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (Tel. 02 11/66 97 61), die SdK (Tel. 0 89/59 99 87 33) und der Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre (Tel. 02 21/5 99 56 47). Wer seiner Bank eine Dauervollmacht für die Stimmrechtsvertretung erteilt hat, kann diese jederzeit widerrufen.

Tipp: Vor einer Hauptversammlung können sich Aktionäre über angekündigte Anträge und das voraussichtliche Abstimmungsverhalten der SdK unter www.hv-info.de informieren.

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