Stiftung Warentest Journalistenpreis Meldung

„Wir zeigen die große Politik, die unten ankommt“ - so beschreibt Redakteurin Ellen Kaufmann das Konzept der WDR-Sendung „markt“. Ein Konzept, das überzeugt: Die Sendung ist Sieger des von der Stiftung Warentest vergebenen Preises für Verbraucherjournalismus, der am Freitag in Berlin verliehen wurde. Das Programm überzeugte die Jury mit seinem Ansatz, Wirtschaft lebensnah darzustellen: mit geldwerten Tipps, eigenen Tests, spannenden Reportagen und Hintergrundberichten.

Frei vom Einfluss der PR-Strategen

Stiftung Warentest Journalistenpreis Meldung

Gewinner und Jurymitglieder des Journalistenpreises 2006

Gewinner und Jurymitglieder des Journalistenpreises 2006

Das Ganze wird unterhaltsam und verständlich präsentiert und ergänzt durch einen gelungenen Internetauftritt, über den zusätzliche Informationen heruntergeladen werden können. „'markt' informiert fachkundig und ist frei vom Einfluss der PR-Strategen der Konzerne“, sagte Volker Wolff, Professor der Johannes-Gutenberg-Universität, in seiner Laudatio. Der erste Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.
Download Video "markt" » (Real, 4,3 MB)

Ohne Angst vor empörten Zuschauern

Stiftung Warentest Journalistenpreis Meldung

Euro oder Teuro? Günther Jauch im Gespräch mit einer Zuschauerin

Der zweite Preis in Höhe von 2.000 Euro geht an die Sendung „stern tv“, die auf RTL ausgestrahlt wird. In dieser mit breitem Themenspektrum angelegten Sendung haben sich Verbraucherthemen als wichtiges Standbein etabliert und bekommen in Filmen und Studiogesprächen breiten Raum. Die Beiträge sind einfallsreich und handwerklich exzellent aufbereitet. Der Zuschauer wird ebenso unterhalten wie informiert. „Dabei hat 'stern TV' keine Angst vor mächtigen Konzernen oder empörten Zuschauern“, so Laudator Michael Jungblut, ehemaliger Redaktionsleiter im ZDF.
Download Video "stern TV" » (Real, 5,8 MB)

Einschaltquoten besser als Thomas Gottschalk

Stiftung Warentest Journalistenpreis Meldung

Ueli Schmezer moderiert im schönsten Schweizerdeutsch den „Kassensturz“

Den dritten Preis in Höhe von 1.500 Euro hat die Jury an die Sendung „Kassensturz“ vergeben, die im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wird. Die Sendung beschäftigt sich ausschließlich mit Verbraucherthemen. „Kassensturz“ hat den Mut zur kritischen, investigativen Arbeit, kommt dabei nicht anklägerisch daher und zeigt, dass Verbraucheraufklärung auch im besten Sinne unterhaltsam sein kann. In der Schweiz hat Kassensturz einen Marktanteil von durchschnittlich 43 Prozent. „Das sind Werte, die bei uns nicht einmal Thomas Gottschalk erreicht“, sagte Laudatorin Annette Milz, Chefredakteurin des Medium Magazins.
Download Video "Kassensturz" » (Real, 5,5 MB)

Beiträge auf sehr hohem Niveau

Stiftung Warentest Journalistenpreis Meldung

Freut sich über die guten Einsendungen: Vorstand Dr. Werner Brinkmann

Der jährlich verliehene Journalistenpreis soll die Verbraucherberichterstattung in deutschsprachigen Medien fördern. Nach Printmedien und Hörfunksendungen wurden in diesem Jahr erstmals Fernsehprogramme prämiert. Insgesamt hatten sich 29 Sendungen um den Preis beworben. Die Entscheidung fiel nicht leicht: „Die eingesendeten Beiträge waren auf sehr hohem Niveau“, sagte Dr. Werner Brinkmann, Vorstand der Stiftung Warentest, „Servicethemen gewinnen an Bedeutung im Fernsehen.“

Noch mehr Verbraucherinfos im WDR

Diese Einschätzung von Stiftungsvorstand Brinkmann zeigt sich übrigens auch beim WDR: Die Gewinner-Sendung „markt“ ist kürzlich von 30 auf 45 Minuten verlängert worden. „markt“-Redakteurin Petra Schmitt-Wilting ist überzeugt: „Der Preis der Stiftung Warentest ist ein zusätzlicher Ansporn, dabei noch besser zu werden.“

Dieser Artikel ist hilfreich. 129 Nutzer finden das hilfreich.