Stifte und Tinten im Test Unterm Strich unerfreulich

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Stifte und Tinten im Test - Unterm Strich unerfreulich
Spielen, schreiben, malen. Kinder nutzen Stifte vielfältig. Sie sollten keine gefähr­lichen Stoffe enthalten. Im Test waren jedoch viele belastet. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Die Stiftung Warentest hat Schulbedarf auf Schad­stoffe geprüft: Text­marker, Tinten­roller, Tinten. Viele sind stark belastet, wir fanden aber auch empfehlens­werte.

Stifte und Tinten im Test Alle Testergebnisse für Stifte und Tinten

Schul­kinder nutzen Stifte vielfältig. Sie spielen, schreiben und malen damit. Nicht selten bemalt der Nach­wuchs Fingernägel und Haut oder knabbert am Stiftende. Doch der Mal- und Knabberspaß ist nicht unbe­denk­lich, wie der Schad­stoff­test der Stiftung Warentest zeigt. Wir haben 32 Sets geprüft: zwölf mit Text­markern, elf mit Tinten­rollern und neun mit Tinten­patronen. Das Ergebnis ist insgesamt unerfreulich, bietet aber auch Licht­blicke.

Lesen Sie im Test nach, welche Problem­stoffe wir gefunden haben und wie sie die Gesundheit beein­trächtigen können. Sie erfahren auch, welche Stifte und Tinten Sie mit sicherem Gefühl ins Schulmäpp­chen legen können. Die Resultate reichen von sehr gut bis mangelhaft.

Warum sich der Test von Stiften und Tinten für Sie lohnt

  • Ergeb­nisse im Schad­stoff­test. Von 32 Sets sind 11 sehr gut oder gut. Geprüft haben wir Tinten, Text­marker und Tinten­roller, darunter bekannte Marken wie Edding, Faber-Castell, Pelikan und Stabilo sowie Handels­marken von Edeka, Kik, Rewe und Ross­mann.
  • Die besten Stifte und Tinten für Sie. Teure Marken, wenig Schad­stoffe? Nicht unbe­dingt. Erfahren Sie, welche Tinten, Text­marker und Tinten­roller wir empfehlen, welche günstig und nach­füll­bar sind und welche Sie meiden sollten.
  • Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie den Heft­artikel aus test 8/2022 als PDF zum Download.

Stifte und Tinten im Test Alle Testergebnisse für Stifte und Tinten

Schulsachen sollten sicher sein

Text­marker, Tinten­roller und Tinten­patronen stehen auf den Material­listen von Schul­anfängern. Im Gegen­satz etwa zu Bunt­stiften und Fasermalern gelten sie nicht als Spielzeug − werden aber oft ähnlich intensiv genutzt. Wir orientieren uns bei der Bewertung vieler gesund­heits­gefähr­dender Stoffe daher an EU-Grenz­werten, die in den Spiel­zeugnormen fest­gelegt sind. Viele der geprüften Sets sind mangelhaft. Wir fanden aber in jeder Gruppe auch unbe­lastete Produkte.

Tipp: Wenn Sie oben unter dem Inhalts­verzeichnis auf die „Zu den Test­ergeb­nissen“ klicken, sehen sie eine Liste aller geprüften Stifte- und Tintensets.

Den Schad­stoffen auf der Spur

Schad­stoffe sind nicht mit bloßem Auge zu erkennen, meist auch nicht zu riechen. Sie lassen sich nur durch Analysen erkennen. Im Prüf­institut leistete das Unter­suchungs­team viel Hand­arbeit, um die Material­proben für die chemischen Tests vorzubereiten. Sie zerlegten Text­marker und Tinten­roller in ihre Einzel­teile, quetschten die Farbtinten aus Patronen und Stiften und schickten die Material­proben anschließend zur Unter­suchung ins Chemielabor. Wir beschreiben ausführ­lich, auf welche Substanzen wir die Text­marker, Tinten­roller und Tinten­patronen geprüft haben.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 04.08.2022 um 12:27 Uhr
Füllfederhalter für Kinder

@widescreen: Einen Grund können wir Ihnen leider nicht nennen, nehmen Ihren Testwunsch aber gerne auf.

widescreen am 04.08.2022 um 10:16 Uhr
Füllfederhalter für Kinder?

Hallo, beim Test 'Schulbedarf' habe ich angenommen, dass Sie auch Füllfederhalter für Kinder testen würden, und war dann etwas enttäuscht, weil das fehlt. Nun habe ich etwas im Web recherchiert - und offenbar haben Sie die noch NIE getestet. Darf man fragen, warum? Ist ein solcher Test vielleicht geplant?

barbara-martin-krug am 22.07.2022 um 12:19 Uhr
Schade das Frixon Light nicht dabei ist

Ich finde es schaden das die Frixon Light von Pilot nicht dabei waren, sind sie, neben den trockenen Buntstift-Lightern doch die einzigen die wirklich Zielgerichtet in Büchern mit Dünndruckpapier wie Gesetzestexten o. ä. anwendbar sind ohne durchzudrücken.
PS. Wäre vielleicht auch mal ein Testkriterium, ich, und wahrscheinlich alle die mit Gesetzen o. ä. Arbeiten, wären glücklich nicht erst für hunderte von Euros Stifte Kaufen und ausprobieren zu müssen :-)

Insomnia am 22.07.2022 um 12:02 Uhr
Nicht haltbare Tinte - Schneider

Wir haben aus Kostengründen die "Rollerpatrone Universal 852" von Schneider in einer Vorratspackung gekauft. In der Originalverpackung aufbewahrt, ist nach rund zwei Jahren die ganze Tinte nur noch blassblau - wässrig. Nach Aussage des Kundendienst garantiert man keine Mindestverwendungszeit.

Profilbild Stiftung_Warentest am 30.08.2019 um 14:51 Uhr
GS-Zeichen für Spielzeug

@megamaus3: Buntstifte gelten nach einer Leitlinie der Europäischen Kommission als Spielzeug. In einem Lack des braunen Buntstiftes von Staedtler fanden wir 3,8 mg/kg Naphthalin. Naphthalin steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Die europäische Spielzeugrichtlinie, die seit 2009 in Kraft ist, erklärt generell, dass in Spielzeug keine Stoffe verwendet werden dürfen, die als krebserzeugend oder krebsverdächtig eingestuft sind, erlaubt dann aber eine Ausnahme von 0,1 bzw 1 % (10.000 mg/kg). Dieser allgemeine Wert ist toxikologisch nicht begründet. Er wird für viele krebserzeugende oder krebsverdächtige Stoffe als nicht ausreichend für den Schutz der Gesundheit der Kinder angesehen. Für immer mehr Stoffe wird daher in der Spielzeugrichtlinie für Spielzeug für Kinder unter drei Jahren der Grenzwert auf die Nachweisgrenze gesenkt. Wir haben uns bei der Bewertung von Naphthalin am GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit orientiert, da wir den allgemeinen Grenzwert in der Spielzeugrichtlinie von 1 % für krebsverdächtige Stoffe als viel zu hoch ansehen. Der Grenzwert für Naphthalin im GS-Zeichen liegt für Spielzeug mit längerem Hautkontakt bei 1 mg/kg bzw. 2 mg/kg für andere Materialien mit längerem Hautkontakt. Da Kinder einer Vielzahl von Schadstoffen aus verschiedenen Produkten ausgesetzt sind, sollten gesundheitsgefährdende Stoffe aus Vorsorgegründen soweit reduziert werden wie es technisch möglich ist. Dass es möglich ist, zeigen die vielen Buntstifte, die die Anforderungen des GS-Zeichens einhalten. (RE/Se)