Stiefkind­adoption Meldung

Familie. Verheiratete haben mehr Rechte als Unver­heiratete.

Wenn Unver­heiratete das Kind ihres Part­ners adoptieren würden, verlöre der Partner dadurch sein Verwandt­schafts­verhältnis zum eigenen Kind. Das entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. XII ZB 586/15). Paare ohne Trau­schein sind damit im Nachteil gegen­über Verheirateten oder einge­tragenen Lebens­part­nern. Verheiratete können Kinder ihres Part­ners im Rahmen einer Stiefkind­adoption als Kind annehmen – die häufigste Adoptions­art in Deutsch­land. Nach der Adoption sind Stief­kinder leiblichen Kindern recht­lich gleich­gestellt.

In dem entschiedenen Fall wollte der lang­jährige, aber unver­heiratete Partner die Kinder seiner Lebens­gefähr­tin adoptieren. Der leibliche Vater war 2006 verstorben. Die Richter lehnten ab: Anders als bei der Stiefkind­adoption habe der Gesetz­geber keine vergleich­bare Regelung für Unver­heiratete geschaffen.

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