Als „Schrottimmobilien“ werden völlig überteuerte Eigentumswohnungen bezeichnet, die Hunderttausenden Anlegern seit den 80er Jahren als steuersparende Kapitalanlage fürs Alter angedreht wurden. Die Verkäufe gelangen, weil Banken und Vermittler in vielen Fällen gemeinsam Verkauf und Finanzierung der Immobilien organisiert haben.

Da die überteuerten Wohnungen nicht die erwarteten Mieten bringen, stehen viele Käufer heute vor dem finanziellen Ruin. Sie können ihre Darlehen nicht zurückzahlen.

Die Schuld dafür geben sie Banken und Bausparkassen. Diese hätten die Vermittlung der Immobilien organisiert und an den überhöhten Krediten gut verdient.

Tausende Opfer haben die Geldinstitute verklagt. Sie ­fordern die Rücknahme des Kreditvertrags. Im Gegenzug soll die Bank die Immobilie zurückerhalten.

Die Banken wehren sich. Sie seien nur Kreditgeber und hätten nichts mit dem Immobilienkauf zu tun gehabt.

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