Eine Inhaberschuldverschreibung – auch Anleihe genannt – ist ein festverzinsliches Wertpapier, das von einer Kapitalgesellschaft oder einem Staat herausgegeben wird. Die Anleihe wird etwa in Beträge von 500 oder 1 000 Euro gestückelt und als Teilschuldverschreibung an Anleger verkauft. Sie werden damit ­Inhaber einer Anleihe. Die Firmen können sich so Geld beschaffen. Sie bieten die Papiere über die Börse an oder verkaufen sie – wie DM-Beteiligungen und Leipzig-West (siehe Meldung: Leipzig-West und DM-Beteiligungen pleite) – direkt an die Anleger als „Direktanleihe“.

Beide Firmen haben mit „festen Zinsen, 100 Prozent Rückzahlung und keine Kursschwankungen“ geworben, obwohl die Rückzahlung des Geldes bei solchen Schuldverschreibungen vom Erfolg der Firma abhängt. Bei Insolvenz kann ein Totalverlust drohen.

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