Stichsägen Test

Was nicht passt, wird passend gemacht. Häufig mit Stichsägen, denn die ermöglichen gerade, wink­lige und kurvige Schnitte. Die Allrounder unter den Sägen zählen zu den Lieblings­werk­zeugen in Werk­statt und Hobby­keller. Doch unser Test offen­bart sehr große Qualitäts­unterschiede: Die Urteile reichen von sehr gut bis mangelhaft. Gute Sägen gibt es schon für unter 100 Euro. Im Test: 19 Stichsägen, davon 3 mit Akku (Preise: 28 bis 545 Euro). Dazu viele Tipps rund ums Sägen.

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TestStichsägentest 03/2016
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Zweimal top, sechs­mal flop

Große Unterschiede zeigen sich beim Sägen, in der Hand­habung und im Dauer­test. Zwei teure Modelle liegen an der Spitze des Test­feldes, bieten Profi-Qualität und erzielen das test-Qualitäts­urteil sehr gut. Zwei relativ preis­werte Stichsägen mit Bügelgriff für 70 und 110 Euro schaffen ein Gut und sind damit Preis-Leistungs-Sieger im Test. Vier Geräte schneiden ausreichend ab, zwei sind mangelhaft. Sie sägen schwächlich, arbeiten unpräzise oder halten im Dauer­test nicht lange durch. Das Hagebau GoOn M1Q-GW-70 erweist sich im Fall- und Schlagtest sogar als gefähr­lich.

Profi- kontra Heim­werk­ermodelle

Die meisten Käufer investieren beim Stichsägenkauf weniger als 100 Euro. Allerdings greifen ambitionierte Bastler gern auch zu „edleren“ Werk­zeugen. In den Test einbezogen wurden daher nicht nur 13 typische Heim­werker-, sondern auch sechs Profimodelle, die mehr als 180 Euro kosten. Deren Auswahl umfasst die Marken AEG, Festool, Mafell, Makita, Metabo und Bosch („blaue Linie“). Die läng­liche Stabform der geprüften Modelle soll das gezielte Führen mit zwei Händen erleichtern.

Mobil sägen mit Akku

Akkumodelle bieten einen entscheidenden Plus­punkt: Sie funk­tionieren auch fern von Steck­dosen, zum Beispiel in der hintersten Garten­ecke. Außerdem stört beim Sägen kein Kabel. Und es gerät auch nicht in Gefahr, versehentlich durch­trennt zu werden. Im Test sind drei Modelle mit Akkus, die 2,5 oder 3,0 Amper­stunden liefern sollen. Eines machte allerdings beim Spanplatten-Zersägen schon nach vier Minuten schlapp – trotz geladenen Akkus. Die anderen hielten fast dreimal so lange durch.

Pendelhub – wenns schnell gehen soll

Bei allen 19 Test­kandidaten kann der Nutzer die Pendelhub-Funk­tion akti­vieren: Das scharfe Sägeblatt saust dann nicht nur auf und nieder, sondern drückt – bei der Aufwärts­bewegung – zusätzlich nach vorn. Wer möglichst schnell sägen möchte, sollte den Pendelhub einschalten. Die so erziel­bare Geschwindig­keit war im Test allerdings höchst unterschiedlich. Mit starken Sägen durch­trennten die Prüfer zum Beispiel relativ harte MDF-Platten wie Butter. Mit einem schlechten Modell brauchten sie für gleiche Schnitte mehr als dreimal so lange.

Einzelne für Hart­holz kaum zu gebrauchen

Wo es auf ein schönes Schnitt­bild ankommt, empfiehlt es sich, die Pendelhub­funk­tion abzu­schalten. Dann sägen naturgemäß alle Maschinen lang­samer, die Schwächlinge im Test­feld tun sich aber besonders schwer. Kommentar der Prüfer: „Für Hart­holz, Küchen­arbeits­platten und andere anspruchs­volle Materialien sind solche Sägen kaum zu gebrauchen.“ Lange Sägedauer strapaziert nicht nur die Nerven der Heim­werker, sondern lässt auch Sägeblätter schneller verschleißen. Sie erhitzen sich mitunter so stark, dass das Holz zu qualmen beginnt und sich die Oberfläche dunkel färbt. Je stumpfer das Blatt, desto stärker kommt dieser Effekt zum Tragen.

Mit Murks ausgeliefert

Um die Maschinen optimal miteinander vergleichen zu können, montierten die Prüfer an allen Sägen gleich­artige, hoch­wertige Sägeblätter. Zusätzlich kontrollierten sie aber auch die von den Anbietern beigefügten Exemplare. Ergebnis: Mit den haus­eigenen Sägeblättern dauerte die Arbeit mitunter deutlich länger.

Hand­habung meist einfach

Im Praxis­test erweisen sich die meisten Stichsägen als recht bedienungs­freundlich. So lässt sich das Sägeblatt fast immer ohne Werk­zeug einsetzen. Dafür reicht ein Hebel­druck. Früher musste man oft einen Imbus­schlüssel hervorkramen und herum­schrauben. Das ist jetzt nur noch selten erforderlich.

Den harten Dauer­test über­stehen nicht alle

Große Unterschiede zeigten sich auch bei der Halt­barkeits­prüfung. Dazu mussten sich die Sägen lange 600 Meter durch Spanplatte quälen und oben­drein Schlag- und Fall­prüfungen über­leben. Erfreulich: Immerhin sieben Modelle über­standen diese Prozedur mit der Traumnote „sehr gut“ (1,0). Bei der teuersten Säge im Test offen­barte der Dauer­test ein ganz spezielles Problem. Hier trübte ein sensibler Ein-Aus-Schalter den eigentlich positiven Gesamt­eindruck: Bei zwei von drei gekauften Exemplaren beein­trächtigte er die Arbeit, indem er die Säge immer mal wieder abrupt zum Still­stand brachte.

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