Für eine riskante Depotbeimischung wirbt derzeit Steward & Spencer: Die Wertpapierhandelsbank will Anleger an der eigenen Gesellschaft beteiligen, um ihr Grundkapital zu erhöhen.

Mit dem so genannten „Private-Placement“-Angebot gibt das Düsseldorfer Bankhaus zunächst 46 494 Aktien aus; der Stückpreis soll 12,55 Euro betragen. Im Gegenzug garantiert Steward & Spencer den Anlegern einen jährlichen Garantiezins für die gezeichneten Beträge in Höhe von 10 Prozent. Eine ­solche Garantie ist aus Sicht von ­Finanztest nichts wert, da sie nur bei positivem Geschäftsverlauf eingehalten werden kann.

Zudem bewegt sich die Bank auf riskantem Terrain: Das Institut ist zwar im Besitz einer Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin). Das ist jedoch keine Garantie dafür, dass der hochspekulative Future-Onlinehandel für Anleger erfolgreich ist. In ihrer Offerte weist die Bank denn auch darauf hin, dass keine Sicherheit bestehe, „dass man das eingesetzte Kapital zurückerhält“ – zum Beispiel „beim Konkurs des Unternehmens“.

Steward & Spencer will nach eigenen Angaben die „Marktführerschaft“ im deutschen Future-Onlinehandel erreichen. Bei Anlegern wirbt die Gesellschaft bereits mit dem geplanten Börsengang. Der Börsengang, der laut Vorstandsmitglied Guido Rhinow in den „kommenden drei Jahren“ zu erwarten sei, ist jedoch bisher nicht beantragt.

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