Das Bundesfinanzministerium hat einige Streitfragen über die Steuervorteile für Löhne an Handwerker und Haushaltshilfen geklärt. In einem Schreiben vom 15. Februar stellt die Behörde fest: 

  • Die Steuerermäßigung kommt auch für Mieter oder Eigentümer infrage, die in ihrer Wohnung unentgeltlich Kinder wohnen lassen, für die sie Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibeträge haben (Randnummer 18).
  • Erben können selbstgezahlte Löhne für Handwerker oder Haushaltshilfen abrechnen, die der Verstorbene beauftragt hat, wenn sie die geerbten Immobilie selbst nutzen (Randnummer 18).
  • Die Steuerermäßigung für Haushaltshilfen gibt es auch für Pflegedienste in der Wohnung, wenn die Kosten nicht als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden. Eine Pflegestufe ist seit 2009 nicht mehr nötig (Randnummer 13).
  • Die Ermäßigung für Pflegedienste wird nicht mit dem Pflegegeld von der Pflegekasse verrechnet (Randnummer 38).
  • Übernehmen Angehörige die Pflegekosten, können sie ebenfalls die Steuerermäßigung für Haushaltshilfen bekommen (Randnummer 39).
  • Lassen Behinderte sich von einem Pflegedienst und von Angehörigen pflegen, können sie den Steuervorteil für Haushaltshilfen und ihre Angehörigen 924 Euro Pflegepauschbetrag im Jahr erhalten. Angehörige haben Anspruch darauf, wenn sie Verwandte mit Pflegestufe III oder Schwerbehindertenausweis mit Buchstaben H (Hilflos) pflegen.

Tipp: Sie finden das Schreiben IV C 4 - S 2296-b/07/0003 unter www.bundesfinanzministerium.de. Unsere Titelgeschichte erläutert, wie Sie beim Finanzamt abrechnen: siehe Meldung Steuererklärung für 2009.

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