Checkliste: Wer spart wie?

  • Singles. Alleinstehende versteuern ihr Einkommen nach dem Grundtarif. Sind sie alleinerziehend, erhalten sie den Entlastungsbetrag. Vom Einkommen sind bei ihnen 1 308 Euro mehr steuerfrei als bei Verheirateten. Sie verlieren die Entlastung, wenn sie heiraten.
  • Paare ohne Trauschein. Leben Partner ohne Trauschein zusammen, versteuert jeder sein Einkommen nach dem Grundtarif für Alleinstehende. Hat ein Partner nicht genug Geld, kann der andere bis zu 8 004 Euro Unterhalt im Jahr als außergewöhnliche Belastung absetzen, wenn er ihn unterstützt. Das entfällt, wenn beide heiraten.
  • Gesetzliche Lebenspartner. Homosexuelle, die eine Lebenspartnerschaft eingehen, müssen ihr Einkommen weiter nach dem Grundtarif für Alleinstehende versteuern. Sie können aber wie Paare ohne Trauschein bis zu 8 004 Euro Unterhalt absetzen – auch wenn sie nicht zusammenleben.
  • Ehepaare. Verheiratete können mit Splittingtarif für Ehepaare tausende Euro Steuern sparen. Unterhalt für den Partner erkennt das Finanzamt bei ihnen nicht an. Auch die Entlastung für Alleinerziehende gibt es nicht. Der Splittingtarif macht solche Nachteile meistens wett. Waren Partner früher alleinerziehend, können sie aber auch Miese machen.
  • Getrennte Eheleute. Gehen Verheiratete auseinander, können sie im Trennungsjahr noch mal den Splittingtarif nutzen. Muss einer dem anderen Unterhalt zahlen, erkennt das Finanzamt maximal 13 805 Euro als Sonderausgaben oder maximal 8 004 Euro als außergewöhnliche Belastung an.

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