Hand­werk­erarbeiten

In der Steuer­abrechnung zählen die Ausgaben für die Löhne der Hand­werker und für ihre Fahrt­kosten. Alles rund um den Haushalt ist begüns­tigt: Dazu gehören Arbeiten an den Innen- und Außenwänden, an Dach, Garage, Fens­tern und Türen. Neben Reparaturen werden Modernisierungs- oder Reno­vierungs­arbeiten begüns­tigt, etwa in Bad oder Küche – daneben aber auch das Abschleifen der Dielen oder die Reparatur der Wasch­maschine. Anzu­geben sind auch Kosten für Wartungs­arbeiten oder den Schorn­steinfeger. Das gilt selbst für die erst­malige Abnahme einer Feuer­stelle, für den Gutachter, der die Abwasser­leitungen prüft und für routine­mäßige Wartungs­arbeiten an Aufzugs- oder Blitz­schutz­anlagen.

Insgesamt höchs­tens 6 000 Euro an Kosten für Hand­werk­erarbeiten zählen in der Steuererklärung. 20 Prozent davon, also maximal 1 200 Euro, werden von der Steuer abge­zogen.

Tipp: Hand­werk­errechnungen müssen Sie sich unbe­dingt nach Arbeits- und Material­kosten aufschlüsseln lassen. Denn für das Material gibt es keinen Steuer­abzug. Schät­zungen folgt das Finanz­amt in der Regel nicht. Auch Barzah­lungen an Hand­werker werden die Beamten für gewöhnlich nicht akzeptieren.

Minijob-Haus­halts­hilfe

Wer seine Haus­halts­hilfe als Angestellte bei der Minijob-Zentrale angemeldet hat, kann bis zu 2 550 Euro an Kosten geltend machen und bekommt dafür maximal 510 Euro Steuer­abzug. Zu den abzieh­baren Kosten gehören neben Lohn und Sozial­versicherungs­beiträgen auch die Beiträge für die Unfall­versicherung.

Tipp: Das Finanz­amt muss alle Ausgaben anerkennen, die Ihnen von der Minijob-Zentrale bescheinigt wurden.

Beispiel: Andrea Berg hat im vergangenen Jahr für ihre Putz­hilfe inklusive Abgaben an die Minijob-Zentrale insgesamt 2 400 Euro gezahlt. Sie muss dadurch 480 Euro weniger Einkommensteuer zahlen (20 Prozent von 2 400 Euro).

Ferien- und Studenten­wohnung

Kosten für Hand­werker und Haus­halts­hilfen erkennt das Finanz­amt nicht nur an, wenn sie im eigenen Heim anfallen. Auch Ferien-, Wochen­end-, Zweit­wohnungen oder Wohnungen, die den Kindern über­lassen wurden, gehen in die Rechnung ein. Alle Haushalte inner­halb der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island und Liechten­stein werden akzeptiert.

Erben dürfen zudem Reno­vierungs­kosten in der Miet­wohnung des Verstorbenen angeben, wenn der Vermieter die Arbeiten veranlasst und der Erbe sie bezahlt hat.

Haustier­betreuung

Wer seinen Hund zu Hause betreuen lässt, kann die Kosten für Füttern und Pflegen durch eine Betreuungs­person in der Steuererklärung als haus­halts­nahe Dienst­leistung eintragen. Dies wurde vom höchsten Finanzge­richt (BFH) bestätigt.

Schlau planen beim Bau

So früh wie möglich ins neue Heim einzuziehen, bringt Steuer­vorteile. Denn erst ab dem Zeit­punkt des Einzugs lassen sich Arbeiten rund ums Haus als haus­halts­nahe Dienst­leistungen steuerlich absetzen. Das können zum Beispiel Kosten für das Anlegen des Gartens, das Pflastern der Wege oder den Bau des Carports sein. Auch der Anschluss an Wasser- und Trink­versorgung zählt steuer­mindernd. Das Haus gilt für das Finanz­amt aber erst dann als fertiggestellt und einzugs­bereit, wenn Türen, Fenster, Treppen einschließ­lich der Geländer einge­baut sind. Zudem müssen Strom, Wasser ange­schlossen, Heizung und Bad vorhanden und Innenputz und Estrich fertig sein.

Haus­besitzer können im Winter auch die Kosten für den Dienst­leister absetzen, der für sie den Schnee am Haus und auf den öffent­lichen Wegen davor räumt.

Tipp: Sie sollten den Termin für den Einzug auf jeden Fall belegen können, zum Beispiel mit der Anmelde­bestätigung der Meldebehörde oder mit der Rechnung für die Umzugs­firma.

Neben­kosten angeben

Die Neben­kosten­abrechnung kann die Steuerlast für Mieter senken. Voraus­setzung ist, dass Haus­verwalter oder Vermieter die Kosten einzeln aufschlüsseln, damit jeder Mieter seinen Anteil daraus ablesen kann. Steuerlich begüns­tigt sind:

  • Garten­arbeit in der Gemein­schafts­anlage,
  • Hausmeister und Haus­reinigung,
  • Fahr­stuhl­wartung und Schorn­steinfeger.

Pauschalbeiträge, die Mieter beim Auszug für Schön­heits­reparaturen zahlen, werden allerdings nicht begüns­tigt.

Tipp: Nach­zahlungen an den Vermieter können Sie immer in dem Jahr geltend machen, in dem Sie diese bezahlt haben.

Wichtige Formulare

Hand­werk­erkosten oder Kosten für die Haus­halts­hilfe werden in den Haupt­vordruck (Mantelbogen) einge­tragen. Diesen muss ohnehin jeder Steuer­pflichtige ausfüllen. Mieter können hier ihre Neben­kosten angeben, etwa Ausgaben für Haus­reinigung oder Garten­arbeiten. Wer als Haus­besitzer einen Schnee­räum­dienst für sein Grund­stück beauftragt hat, kann diese Kosten ebenfalls aufführen.

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