Jetzt kann sich jeder noch Steuer­vorteile für 2013 sichern. Oft zahlt es sich aus, Ausgaben vorzuziehen und geschickt zu bündeln.

Hand­werker

Haben Sie die 6 000 Euro ausgeschöpft?

Ein großer Steuer­vorteil ist für alle drin, die Hand­werker beauftragen: Das Finanz­amt erkennt Ausgaben bis zu 6 000 Euro im Jahr an. Im Steuer­bescheid zieht es 20 Prozent dieser Arbeits-, Fahrt- und Maschinen­kosten von den zu zahlenden Steuern ab, maximal 1 200 Euro.

Wer die 6 000 Euro nicht ausgeschöpft hat, aber größere Reno­vierungs­arbeiten plant, sollte über­legen, ob er einen Teil noch in dieses Jahr vorziehen kann. So nimmt er den vollen Steuer­vorteil für 2013 mit und hat 2014 mehr Luft.

Beispiel: Familie Stein hat 2013 Garten und Terrasse für 3 000 Euro neu anlegen lassen. 2014 sollen Küche und Wohn­zimmer reno­viert werden. Ziehen die Steins die Arbeiten im Wohn­zimmer bis Jahres­ende vor oder leisten sie Anzah­lungen, können sie für 2013 weitere Arbeits­kosten bis zu 3 000 Euro beim Finanz­amt abrechnen. Material­kosten werden aber nicht anerkannt.

Tipp: Entscheidend für die Abrechnung mit dem Finanz­amt ist das Datum, an dem Sie die Rechnung bezahlen – nicht das Rechnungs­datum. Haben Sie den Höchst­betrag dieses Jahr schon ausgeschöpft, bezahlen Sie die Rechnung möglichst erst nach dem Jahres­wechsel. Zusätzlich zu Hand­werk­erkosten können Sie immer noch Ausgaben für eine selbst­ständige oder angestellte Haus­halts­hilfe geltend machen oder für einen bei der Minijobzentrale gemeldeten Minijobber.

Rund um den Job

Geben Sie mehr als 1000 Euro aus?

Sobald Arbeitnehmer Ausgaben für den Job nach­weisen, die mehr als 1 000 Euro betragen, sparen sie Steuern. Die Werbungs­kostenpauschale von 1 000 Euro bekommen sie auto­matisch, auch wenn sie keine Kosten belegen. Viele Beschäftigte haben aber höhere Ausgaben, etwa wenn sie sich auf eigene Kosten beruflich weiterbilden, für eine neue Stelle umziehen oder einen weiten Arbeitsweg haben.

Ist die 1000-Euro-Grenze für 2013 bereits über­sprungen, lohnt es sich, geplante Investitionen vorzuziehen, zum Beispiel Ausgaben für Fach­literatur oder für ein neues Handy, das im Job gebraucht wird.

Tipp: Achten Sie auf den Preis. Nur wenn Arbeits­mittel wie ein beruflich genutztes Notebook nicht mehr als 487,90 Euro kosten, können Sie die Ausgaben komplett für 2013 absetzen. Ist der Preis höher, müssen Sie ihn über mehrere Jahre abschreiben – Computer zum Beispiel über drei Jahre. Besonders nied­rig ist die Abschreibungs­rate, wenn Sie erst im Dezember einkaufen: Kostet der Rechner 600 Euro, zählen für 2013 nicht 200 Euro (1/3 von 600 Euro), sondern für den einen Monat nur ein Zwölftel davon: 16,67 Euro.

Arbeits­zimmer zu Hause

Nutzen Sie die 1250 Euro für Ihr Büro?

Lassen sich notwendige Ausgaben noch ins Jahr 2013 vorziehen? Das sollten sich auch Arbeitnehmer und Jobsuchende über­legen, die in ihrer Wohnung ein Arbeits­zimmer einge­richtet haben.

Sie können zum Beispiel Ausgaben für Miete oder Finanzierungs­kosten, Reno­vierungs­arbeiten, und eine neue Beleuchtung als Werbungs­kosten abrechnen. Zusätzlich zu sämtlichen Ausgaben für Arbeits­mittel wie Handy oder Fach­literatur erkennt das Finanz­amt Kosten fürs Arbeits­zimmer bis 1 250 Euro im Jahr an.

Voraus­setzung ist, dass das Zimmer benötigt wird, weil der Arbeit­geber für diese Arbeit oder für Weiterbildung keinen anderen Arbeits­platz zur Verfügung stellt. Ist das Arbeits­zimmer Mittel­punkt der gesamten beruflichen Tätig­keit, zählen die Ausgaben für den Raum sogar unbe­grenzt als Werbungs­kosten.

Tipp: Die anteiligen Kosten für Miete, Versicherungen und Reinigung des Arbeits­zimmers ermitteln Sie, indem Sie die Fläche des Raums ins Verhältnis zur ganzen Wohnung setzen. Macht der Raum 12 Prozent der Gesamt­fläche aus, zählen 12 Prozent der Ausgaben als Werbungs­kosten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 26 Nutzer finden das hilfreich.