Diese Werbungs­kosten setzen Vermieter ab

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Diese Ausgaben erkennt das Finanz­amt an

Abschreibung der Kosten für das Gebäude und für die Außen­anlagen

Anschaffungs- oder Herstellungs­kosten für das Gebäude werden über 40 oder 50 Jahre abge­schrieben. Anteilige Neben­kosten wie Makler-, Notar­kosten, Grund­erwerb­steuer und Gerichts­gebühren erhöhen die Abschreibung. Für das Grund­stück gibt es keine Abschreibung. Investitionen in Außen­anlagen wie Drahtzäune können über 17 Jahre, Holz­zäune über 5 Jahre und Hofpflaster zwischen 9 und 19 Jahre (je nach Belag) abge­schrieben werden.

Beratungs-, Prozess­kosten

Steuerberatungs-, Anwalts- und Prozess­kosten in Verbindung mit der Vermietung und den Miet­einkünften.

Betriebs­kosten

Kosten für Allgemein­strom, Müll­abfuhr, Wasser, Abwasser, Warm­wasser, Schorn­steinfeger, Kanal- und Straßenreinigung, Winter­dienst, Treppen-/Haus­reinigung, Fahr­stuhl, Garten­pflege, Kabel­anschluss, Gemein­schafts­antenne.

Geld­beschaffungs­kosten

Abschluss­gebühren für Bauspar­verträge, wenn das Darlehen für eine später zu vermietende Immobilie genutzt werden soll, Kosten für Wert­ermitt­lungs­gut­achten, Notar- und Grund­buch­kosten für den Eintrag einer Hypothek oder Grund­schuld.

Instandhaltungs­kosten

Kosten für Reparaturen, Sanierung und Reno­vierung.

Für Eigentums­wohnungen zählen die Beträge, die der Haus­verwalter für solche Arbeiten aus der Instandhaltungs­rück­lage entnimmt.

Kreditzinsen, Damnum, Disagio

Kreditzinsen für den Kauf und Bau einer Immobilie erkennt das Finanz­amt im Jahr der Zahlung an. Ein Damnum oder Disagio, das Vermieter als Zins­voraus­zahlung an die Bank leisten, dürfen sie sofort absetzen, wenn die Höhe maximal 5 Prozent des Kredits beträgt und der Kreditzins mindestens fünf Jahre fest ist. Beträge über 5 Prozent können sie verteilt über die Zins­fest­schreibung oder – wenn es keine gibt – verteilt über die volle Kredit­lauf­zeit abschreiben.

Steuern, Versicherungs­beiträge

Grund­steuer, Zweit­wohnungs­steuer, Beiträge für Gebäude­versicherungen und Grundstücks­rechts­schutz.

Verwaltungs­kosten

Kosten für den Haus- und Wohnungs­verwalter, Hausmeister.

Übrige Werbungs­kosten

Büro­kosten wie für Telefonate, Schreibwaren, Mustermiet­verträge, Inserate und die PC-Nutzung zur Immobilien­verwaltung. Zudem Konto­führungs­kosten, Beitrag für Haus- und Grund­besitzer­ver­ein, Maklerprovision für die Vermietung, Reise­kosten, etwa für Fahrten zum Baumarkt oder zur Immobilie für Wohnungs­über­gaben (pauschal 30 Cent je gefahrenem Kilo­meter).