Beispiel 3: Krank­heits­kosten

Steuertipps für Eltern Special

Gips­arm, Brille oder Zahn­spange: Zuzah­lungen können Eltern als außergewöhnliche Belastung absetzen.

Aufgrund eines Fehlbisses und mehrerer Zahn­schief­stände benötigte Kira (12) dieses Jahr eine feste Zahn­spange. Außerdem war eine neue Brille fällig. Da die gesetzliche Krankenkasse jeweils nur einen Teil der Kosten über­nahm, mussten ihre Eltern 4 000 Euro selbst zahlen. Ausgaben für Kinder lassen sich bei der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Zusammen mit den eigenen Krank­heits­kosten von 1  200 Euro kommen Kiras Eltern über den aus eigener Tasche zu zahlenden Eigen­anteil von 3 Prozent der Einkünfte. Sie können sich mit der Steuererklärung einen Teil ihrer Ausgaben zurück­holen.

Ohne Krank­heits­kosten des Kindes

Einkünfte Eltern gesamt

48 000 Euro

Sonder­ausgaben

- 7 500 Euro

Krank­heits­kosten/ Eltern

1 200 Euro

Krank­heits­kosten/ Kind

0 Euro

Zumut­barer Eigen­anteil (3 %)

1 440 Euro

Abzugs­fähige Krank­heits­kosten

0 Euro

Zu versteuerndes Einkommen

40 500 Euro

Steuer (Splitting­tarif) 1

5 358 Euro

    • 1 Aus Vereinfachungs­gründen ohne Solidaritäts­zuschlag.

    Mit Krank­heits­kosten des Kindes

    Einkünfte Eltern gesamt

    48 000 Euro

    Sonder­ausgaben

    - 7 500 Euro

    Krank­heits­kosten/ Eltern

    1 200 Euro

    Krank­heits­kosten/ Kind

    4 000 Euro

    Zumut­barer Eigen­anteil (3 %)

    1 440 Euro

    Abzugs­fähige Krank­heits­kosten

    - 3 760Euro

    Zu versteuerndes Einkommen

    36 740 Euro

    Steuer (Splitting­tarif) 1

    4 356 Euro

    Steuerersparnis

    1 002 Euro

      • 1 Aus Vereinfachungs­gründen ohne Solidaritäts­zuschlag.

      Tipp: Von der Krankenkasse erstattete Beträge müssen Sie von den Krank­heits­kosten abziehen. Privatversicherte dürfen nur Kosten absetzen, die ihre Kranken­versicherung ausdrück­lich nicht über­nimmt. Tragen Sie Krank­heits­kosten unabhängig von deren Höhe in die Steuererklärung ein. Derzeit prüft der Bundes­finanzhof (BFH), ob ein zumut­barer Eigen­anteil dafür zulässig ist. Da Steuer­bescheide in diesem Punkt vorläufig ergehen, können sie später korrigiert werden. Sie würden von einer positiven Entscheidung also auch ohne Einspruch profitieren.

      Dieser Artikel ist hilfreich. 10 Nutzer finden das hilfreich.