Steuertipps für Eltern Special

Nur Eltern, die gut verdienen, haben in der Regel etwas vom Kinder­frei­betrag. Für die meisten Paare bleibt es beim bereits ausgezahlten Kinder­geld.

Kinder kosten Geld. Da ist jeder Euro will­kommen. Zusätzlich zum Kinder­geld können Eltern Steuer­vorteile nutzen – ob verheiratet oder nicht. Wir rechnen sechs Fälle durch und zeigen, wie viel sich sparen lässt.

Vom Kinder­wagen über Spielzeug bis zu Smartphone und coolen Klamotten – wer Kinder hat, spürt das deutlich am Geldbeutel. Zwar hat der Staat das Kinder­geld rück­wirkend zum 1. Januar 2015 erhöht. Das Plus betrug jedoch nur 4 Euro pro Kind und Monat. Eltern bekommen seither jeweils 188 Euro fürs erste und zweite, 194 Euro fürs dritte und 219 Euro für jedes weitere Kind. Ab 2016 gibt es nochmals 2 Euro mehr.

Kinder­frei­betrag für Gutverdiener

Das Kinder­geld ist eine Art Voraus­zahlung auf den Kinder­frei­betrag. Dieser steht Eltern zu, weil das Grund­gesetz auch den Jüngsten ein steuerfreies Existenz­minimum garan­tiert. An den Kinder­frei­betrag ist ein weiterer Frei­betrag gekoppelt, der den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungs­bedarf abdecken soll.

Eltern bekommen jedoch nur eines: das Kinder­geld oder die beiden Frei­beträge. Das Finanz­amt ermittelt von sich aus, was güns­tiger ist. Es zieht die Frei­beträge vom Einkommen ab und vergleicht die Steuerersparnis mit der Höhe des im Jahres­verlauf ausgezahlten Kinder­geldes. Ist die Ersparnis größer, bekommen Eltern die Differenz als Steuer­vorteil gutgeschrieben. Ist sie nied­riger, bleibt es beim Kinder­geld.

Für zusammen­ver­anlagte Ehepaare mit einem Kind sorgen die Frei­beträge 2015 ab einem gemein­samen Einkommen von zirka 63  600 Euro für einen zusätzlichen Vorteil.

Das Kinder­geld wird in jedem Fall gegen­gerechnet – auch wenn die Eltern es gar nicht beantragt haben. Sich statt des Kinder­geldes einfach die vollen Frei­beträge gutschreiben zu lassen, funk­tioniert also nicht.

Zusätzlich zu Kinder­geld und Frei­beträgen können Eltern weitere Steuer­vergüns­tigungen nutzen. Im Folgenden zeigen wir an sechs Beispielen, wie das für minderjäh­rige und erwachsene Kinder funk­tioniert und wie viel Geld sich auf diese Weise sparen lässt.

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