Steuertipps für Ehepaare Mit Trau­schein Steuern sparen

Steuertipps für Ehepaare - Mit Trau­schein Steuern sparen

Nach der Hoch­zeit sparen viele Paare Steuern. Kleine Einschnitte gibt es ab 2013.

Inhalt

Für viele Paare ist die Ehe immer noch die erste Wahl – vor allem wenn sie gemein­sam Kinder groß­ziehen. Ehepaare mit minderjäh­rigen Kindern machen 71 Prozent der rund 8,1 Millionen Familien in Deutsch­land aus. Das ermittelte das Statistische Bundes­amt für das Jahr 2011.

Der Trau­schein bringt auch steuerlich Vorteile, wenn ein Partner weniger verdient als der andere. Denn das Finanz­amt addiert nach der gemein­samen Steuererklärung die Einkünfte der Partner. Erst wenn das gemein­same Einkommen 16 008 Euro über­steigt, muss das Ehepaar nach dem Splitting­tarif Steuern zahlen. Bei Ledigen sind ab 8 004 Euro Steuern fällig.

Kommt ein Berufs­tätiger nach Abzug von Frei­beträgen wie der Arbeitnehmerpauschale in diesem Jahr auf 20 000 Euro Einkommen und der Ehepartner auf 40 000 Euro, verlangt das Finanz­amt inklusive Soli 11 869 Euro Einkommensteuer. Ohne Trau­schein müssten beide zusammen 483 Euro mehr Steuern für das Jahr 2012 zahlen (siehe Tabelle).

Doch nicht immer geht die Steuer­rechnung nach der Hoch­zeit auf. Müssen beide ungefähr gleich viel im Jahr versteuern, haben sie keinen Vorteil vom Splitting­tarif. Dann zahlen sie genau so viel wie Singles nach dem Grund­tarif.

Auslaufmodell getrennte Veranlagung

Für die Steuererklärung 2012 können Ehepaare zum letzten Mal alternativ zur gemein­samen Veranlagung die getrennte wählen. Für manche ist die getrennte Veranlagung güns­tiger, zum Beispiel wenn ein Partner Eltern­geld erhalten hat.

Diese Paare müssen sich nun auf Einschnitte einstellen. Statt der getrennten Veranlagung können sie ab 2013 wie Singles nur noch die Einzel­ver­anlagung nach Grund­tarif wählen. Dann können die Ehepartner – anders als bisher – ihre gemein­samen Aufwendungen nicht beliebig zuordnen, sondern dürfen sie nur halbieren oder nach wirt­schaftlicher Belastung aufteilen.

Nach wie vor gibt es aber die gemein­same Veranlagung mit dem Splitting­tarif. Sie ist für die meisten am güns­tigsten.

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4 Kommentare Diskutieren Sie mit

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item169 am 12.11.2012 um 20:23 Uhr
Splittingtarif ?

Wie oben SWT schreibt, wäre dies ein Auslaufmodell, mal abwarten wie sich die Politiker dazu verhalten.Grosser Vorteil für die Selbständigen! Der Mann schafft an und seine bezahlte Hausfrau ist Büroangestellte mit Arbeitszimmer.Da kann man schön an der Steuer herum tricksen und eifrig absetzen. Dazu ist doch der Splittingtarif wie geschaffen. Wie SWT schon im Artikel Auslaufmodell schreibt,schränkt das Finanzamt ein Teil der Tricksereien ein. Auch für den Lohnabhängigen ist der Splitt.-Tarif von Vorteil. Die Alleinstehenden und Geschiedene werden dafür doppelt bestraft,weil sie viele Kosten nicht teilen können,wie Miete,Heizung,Strom und Versicherungen. Dafür wird an anderen Ausgaben evt.auch viel gespart,wenn man keine Kinder hat und vorher einen teuren Partner hatte.
@Bettina1966 sie haben z.T.auch recht, aber warum so agressiv? Frauen, mit solchen selbstherrlichen eigensinnigen Sprüchen,sollte man schnell vergessen! Wie lange hält´s ein Mann bei Ihnen aus?

betty.mayer am 11.11.2012 um 13:34 Uhr
@Bettina1966

Entschuldigung? Ich denke, man kann in diesem Forum auch in einer angemesseren Weise und mit weniger Rechtschreibfehlern schreiben. Dabei beziehe ich mich nicht nur auf diesen Kommentar, sondern auch auf Ihre bisher insgesamt 5 abgegebenen Kommentare: Der Inhalt und die äußere Form tut einem ja beim Lesen schon weh.
MfG,
Betty Mayer

item169 am 09.11.2012 um 01:21 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Bettina212 am 07.11.2012 um 09:59 Uhr
Was soll das???

Die Steuern sind für mich kein Grund zum Heiraten,ich bin eine Gegenerin der Ehe,ich bin 45 JAhre alt ,haben einen FReund werde ihn aber nicht heiraten.Mit dieser REgel werden wir gezungen zum Heirtaten-oder was!! Ich werde es nie tun.Die können mich mal alle!!Ich bin ich und anders will ich nicht!!!

bezerker am 06.11.2012 um 13:54 Uhr
Typisch Staat - Elterngeldberechnung v. Netto-Lohn

Eine Berechnung des Elterngeldes nach dem Netto-Lohn ist mehr als dämlich. Klar, dass die Eltern sich mit Ihren Steuerklassen neu orientieren werden um das Maximum rauszuholen.
Typisch nur, dass der Statt bei solchen "Schlupflöchern" reagiert und dem "treiben" einen Riegel vorschiebt ("Achtung: Für Kinder, die ab Januar 2013 geboren werden, muss die Steuerklasse mindestens sieben Monate lang vor der Geburt des Kindes auf der Lohn­steuerkarte gestanden haben."). Wenn die doch nur bei anderen - Steuerzahler freundlichen - Entscheidungen auch so schnell und entscheidungsfreudig wären.
Naja, wir zumindest haben unsere Steuerklassenänderung "positiv" umgesetzt ;)