Hochzeits­paare: In guten wie in schlechten Zeiten

Gibt sich ein Paar standes­amtlich das Jawort, kann es schon im selben Jahr vom Splitting­tarif profitieren – auch wenn es erst am 31. Dezember heiratet. Die Vermählten erhalten eine Steuer­entlastung, wenn das Einkommen beider Partner unterschiedlich hoch ist (siehe Tabelle).

Steuer. Damit verheiratete Arbeitnehmer nicht auf die Steuer­vorteile warten müssen, können sie sofort güns­tige Steuerklassen wählen. Im nächsten Jahr müssen sie dann in ihrer Steuererklärung „Zusammen­ver­anlagung“ ankreuzen – auch wenn sie im Vorjahr nur einen Tag verheiratet waren.

Tipp: Holen Sie sich Ihre Steuerkarte oder die Ersatz­bescheinigung von Ihrem Arbeit­geber und beantragen Sie bei Ihrem Finanz­amt die Änderung der Steuerklassen (siehe „Mit der richtigen Steuerklasse sparen“).

Trennung. Die gemein­same Steuererklärung und somit den Splitting­tarif können Ehepaare auch noch wählen, wenn sie sich in diesem Jahr getrennt haben.

Tipp: Sie bekommen den Splitting­tarif sogar, wenn Sie am 1. Januar getrennt waren und sich wieder versöhnt haben. Sie müssen dem Finanz­amt nur nach­weisen, dass Sie als Ehepaar mehr als einen Monat wieder zusammen­gelebt haben. Das muss die Behörde selbst dann akzeptieren, wenn die Versöhnung doch gescheitert ist (Finanzge­richt Nürn­berg, Az. VI 160/2004).

Witwen­splitting. Wenn im vergangenen Jahr der Ehepartner gestorben ist, kann der über­lebende Partner noch für dieses Jahr den Splitting­tarif nutzen. Das geht für 2012 auch dann, wenn er wieder geheiratet hat und die besondere Veranlagung wählt.

Tipp: Um den Steuer­vorteil zu erhalten, müssen Sie im Mantelbogen der Steuererklärung „verwitwet seit dem …“ eintragen.

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