Steuertipps für Ehepaare

Frei­beträge: Meine, deine, unsere Kinder

Steuertipps für Ehepaare - Mit Trau­schein Steuern sparen

Häufig bringen Ehepartner Kinder aus früheren Beziehungen mit. Die Patchworkfamilie muss besondere Steuer­regeln beachten. Jeder Eltern­teil erhält den halben Kinder­frei­betrag von 2 184 Euro plus den halben Betreuungs­frei­betrag von 1 320 Euro für sein mitgebrachtes Kind.

Inhalt

Beispiel: Laura Teil bringt Tochter Nora mit, Johannes Teil Sohn Erik. Für beide Kinder bekommen die Eltern je die halben Frei­beträge. Das Ehepaar Teil hat 70 000 Euro Einkommen im Jahr 2012. Die halben Frei­beträge für Kinder (2 3 504 Euro) bringen ihm mehr als das halbe Kinder­geld für Nora und Erik (2 1 104 Euro). Sie zahlen 2 441 Euro weniger Steuern und Soli.

Laura Teil könnte jetzt sogar den vollen Kinder­frei­betrag bekommen, weil Noras Vater arbeitslos ist und keinen Unterhalt zahlen kann. Doch die Über­tragung bringt ihr nur 74 Euro Steuer­vorteil, weil sich das Ehepaar dann auch das volle statt das halbe Kinder­geld für Nora anrechnen lassen muss.

Wesentlich mehr lohnen würde sich für Laura die Über­tragung des halben Betreuungs­frei­betrags von Noras Vater. Damit zahlt das junge Ehepaar 447 Euro weniger. Dem kann der Vater aber wider­sprechen, wenn er Nora regel­mäßig betreut.

Tipp: Sind Sie erst nach der Hoch­zeit zusammengezogen und lebten vorher mit Ihren Kindern allein, können Sie bis zu 1 308 Euro Entlastungs­betrag für Allein­erziehende (pro Monat 109 Euro) noch anteilig bis zum Heirats­monat erhalten. Das klappt, wenn Sie die getrennte Veranlagung nehmen (Finanzge­richt Brandenburg, Az. 1 K 2232/06).

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4 Kommentare Diskutieren Sie mit

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item169 am 12.11.2012 um 20:23 Uhr
Splittingtarif ?

Wie oben SWT schreibt, wäre dies ein Auslaufmodell, mal abwarten wie sich die Politiker dazu verhalten.Grosser Vorteil für die Selbständigen! Der Mann schafft an und seine bezahlte Hausfrau ist Büroangestellte mit Arbeitszimmer.Da kann man schön an der Steuer herum tricksen und eifrig absetzen. Dazu ist doch der Splittingtarif wie geschaffen. Wie SWT schon im Artikel Auslaufmodell schreibt,schränkt das Finanzamt ein Teil der Tricksereien ein. Auch für den Lohnabhängigen ist der Splitt.-Tarif von Vorteil. Die Alleinstehenden und Geschiedene werden dafür doppelt bestraft,weil sie viele Kosten nicht teilen können,wie Miete,Heizung,Strom und Versicherungen. Dafür wird an anderen Ausgaben evt.auch viel gespart,wenn man keine Kinder hat und vorher einen teuren Partner hatte.
@Bettina1966 sie haben z.T.auch recht, aber warum so agressiv? Frauen, mit solchen selbstherrlichen eigensinnigen Sprüchen,sollte man schnell vergessen! Wie lange hält´s ein Mann bei Ihnen aus?

betty.mayer am 11.11.2012 um 13:34 Uhr
@Bettina1966

Entschuldigung? Ich denke, man kann in diesem Forum auch in einer angemesseren Weise und mit weniger Rechtschreibfehlern schreiben. Dabei beziehe ich mich nicht nur auf diesen Kommentar, sondern auch auf Ihre bisher insgesamt 5 abgegebenen Kommentare: Der Inhalt und die äußere Form tut einem ja beim Lesen schon weh.
MfG,
Betty Mayer

item169 am 09.11.2012 um 01:21 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Bettina212 am 07.11.2012 um 09:59 Uhr
Was soll das???

Die Steuern sind für mich kein Grund zum Heiraten,ich bin eine Gegenerin der Ehe,ich bin 45 JAhre alt ,haben einen FReund werde ihn aber nicht heiraten.Mit dieser REgel werden wir gezungen zum Heirtaten-oder was!! Ich werde es nie tun.Die können mich mal alle!!Ich bin ich und anders will ich nicht!!!

bezerker am 06.11.2012 um 13:54 Uhr
Typisch Staat - Elterngeldberechnung v. Netto-Lohn

Eine Berechnung des Elterngeldes nach dem Netto-Lohn ist mehr als dämlich. Klar, dass die Eltern sich mit Ihren Steuerklassen neu orientieren werden um das Maximum rauszuholen.
Typisch nur, dass der Statt bei solchen "Schlupflöchern" reagiert und dem "treiben" einen Riegel vorschiebt ("Achtung: Für Kinder, die ab Januar 2013 geboren werden, muss die Steuerklasse mindestens sieben Monate lang vor der Geburt des Kindes auf der Lohn­steuerkarte gestanden haben."). Wenn die doch nur bei anderen - Steuerzahler freundlichen - Entscheidungen auch so schnell und entscheidungsfreudig wären.
Naja, wir zumindest haben unsere Steuerklassenänderung "positiv" umgesetzt ;)