Steuertipps für Ehepaare Mit Trau­schein Steuern sparen

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Steuertipps für Ehepaare - Mit Trau­schein Steuern sparen

Klar, der Grund für eine Heirat ist die Liebe und nicht die Steuer. Dennoch sollten Paare ihre steuerlichen Vorteile kennen, um nichts zu verschenken. Der Trau­schein ist geld­wert, wenn ein Partner weniger verdient als der andere, weil dann der Splitting­tarif zum Zuge kommt und die Steuerlast weniger stark steigt. Das hilft jungen Familien, wenn Eltern wegen der Kinder weniger Einkommen haben. Finanztest klärt auf.

Inhalt

Vorteil bei unterschiedlichem Verdienst

Nach der gemein­samen Steuererklärung eines Ehepaares addiert das Finanz­amt die Einkünfte der Partner. Erst wenn das gemein­same Einkommen 16 008 Euro über­steigt, muss das Ehepaar nach dem Splitting­tarif Steuern zahlen. Bei Ledigen sind nach dem Grund­tarif ab 8 004 Euro Steuern fällig. Doch nicht immer geht die Steuerrech­nung nach der Hoch­zeit auf. Müssen beide ungefähr gleich viel im Jahr versteuern, haben sie keinen Vorteil vom Splitting­tarif. Dann zahlen sie genau so viel wie Singles nach dem Grund­tarif.

Steuer­vorteil sofort

Gibt sich ein Paar standes­amtlich das Jawort, kann es schon im selben Jahr vom Splitting­tarif profitieren – auch wenn es erst am 31. Dezember heiratet. Die Vermählten erhalten eine Steuer­entlastung, wenn das Einkommen beider Partner unterschiedlich hoch ist. Damit verheiratete Arbeitnehmer nicht auf die Steuer­vorteile warten müssen, können sie sofort güns­tige Steuerklassen wählen. Im nächsten Jahr müssen sie in ihrer Steuererklärung „Zusammen­ver­anlagung“ ankreuzen – auch wenn sie im Vorjahr nur einen Tag verheiratet waren.

Die richtige Steuerklasse wählen

Verheiratete kommen auto­matisch in die Steuerklasse IV. Doch die Kombination ist nur optimal, wenn beide ungefähr gleich viel verdienen. Ist das nicht der Fall, sollten sie die Klassen beim Finanz­amt ändern, um gleich vom Splitting­tarif zu profitieren. Sie können entweder III und V kombinieren oder beide die Klasse IV+Faktor wählen.

Neue Regeln beim Eltern­geld 2013

Meldet sich Nach­wuchs an, ändert sich die Rechnung. Jetzt sollte recht­zeitig derjenige in die Steuerklasse III wechseln – oder zumindest in Klasse IV sein –, der den Groß­teil der Eltern­zeit nehmen will. Die Klasse III bringt das höchste Eltern­geld.
Achtung: Für Kinder, die ab Januar 2013 geboren werden, muss die Steuerklasse mindestens sieben Monate lang vor der Geburt des Kindes auf der Lohn­steuerkarte gestanden haben. Denn bei der Berechnung des Eltern­geldes zählt dann nur noch die Klasse, die in den zwölf Monaten vor der Geburt über­wiegt.

Auslaufmodell getrennte Veranlagung

Für die Steuererklärung 2012 können Ehepaare zum letzten Mal alternativ zur gemein­samen Veranlagung die getrennte wählen. Mit der getrennten Veranlagung zahlen zum Beispiel Paare häufig weniger Einkommensteuer, wenn ein Partner Eltern­geld erhalten hat. Diese Paare müssen sich nun auf Einschnitte einstellen. Statt der getrennten Veranlagung gibt es für Ehepaare ab dem Veranlagungs­jahr 2013 wie für Singles nur noch die Einzel­ver­anlagung nach dem Grund­tarif. Dann können die Ehepartner bei der Einzel­ver­anlagung – anders als bisher – ihre gemein­samen Aufwendungen nicht mehr beliebig zuordnen. Sie dürfen die Kosten nur halbieren oder nach der jeweiligen wirtschaftlichen Belastung aufteilen. Nach wie vor gibt es aber die gemein­same Veranlagung mit dem Splitting­tarif. Sie ist für die meisten am güns­tigsten.

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4 Kommentare Diskutieren Sie mit

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item169 am 12.11.2012 um 20:23 Uhr
Splittingtarif ?

Wie oben SWT schreibt, wäre dies ein Auslaufmodell, mal abwarten wie sich die Politiker dazu verhalten.Grosser Vorteil für die Selbständigen! Der Mann schafft an und seine bezahlte Hausfrau ist Büroangestellte mit Arbeitszimmer.Da kann man schön an der Steuer herum tricksen und eifrig absetzen. Dazu ist doch der Splittingtarif wie geschaffen. Wie SWT schon im Artikel Auslaufmodell schreibt,schränkt das Finanzamt ein Teil der Tricksereien ein. Auch für den Lohnabhängigen ist der Splitt.-Tarif von Vorteil. Die Alleinstehenden und Geschiedene werden dafür doppelt bestraft,weil sie viele Kosten nicht teilen können,wie Miete,Heizung,Strom und Versicherungen. Dafür wird an anderen Ausgaben evt.auch viel gespart,wenn man keine Kinder hat und vorher einen teuren Partner hatte.
@Bettina1966 sie haben z.T.auch recht, aber warum so agressiv? Frauen, mit solchen selbstherrlichen eigensinnigen Sprüchen,sollte man schnell vergessen! Wie lange hält´s ein Mann bei Ihnen aus?

betty.mayer am 11.11.2012 um 13:34 Uhr
@Bettina1966

Entschuldigung? Ich denke, man kann in diesem Forum auch in einer angemesseren Weise und mit weniger Rechtschreibfehlern schreiben. Dabei beziehe ich mich nicht nur auf diesen Kommentar, sondern auch auf Ihre bisher insgesamt 5 abgegebenen Kommentare: Der Inhalt und die äußere Form tut einem ja beim Lesen schon weh.
MfG,
Betty Mayer

item169 am 09.11.2012 um 01:21 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Bettina212 am 07.11.2012 um 09:59 Uhr
Was soll das???

Die Steuern sind für mich kein Grund zum Heiraten,ich bin eine Gegenerin der Ehe,ich bin 45 JAhre alt ,haben einen FReund werde ihn aber nicht heiraten.Mit dieser REgel werden wir gezungen zum Heirtaten-oder was!! Ich werde es nie tun.Die können mich mal alle!!Ich bin ich und anders will ich nicht!!!

bezerker am 06.11.2012 um 13:54 Uhr
Typisch Staat - Elterngeldberechnung v. Netto-Lohn

Eine Berechnung des Elterngeldes nach dem Netto-Lohn ist mehr als dämlich. Klar, dass die Eltern sich mit Ihren Steuerklassen neu orientieren werden um das Maximum rauszuholen.
Typisch nur, dass der Statt bei solchen "Schlupflöchern" reagiert und dem "treiben" einen Riegel vorschiebt ("Achtung: Für Kinder, die ab Januar 2013 geboren werden, muss die Steuerklasse mindestens sieben Monate lang vor der Geburt des Kindes auf der Lohn­steuerkarte gestanden haben."). Wenn die doch nur bei anderen - Steuerzahler freundlichen - Entscheidungen auch so schnell und entscheidungsfreudig wären.
Naja, wir zumindest haben unsere Steuerklassenänderung "positiv" umgesetzt ;)