Steuerrecht - Kosten für Biber­sperre nur bedingt absetz­bar

Unruhe­stifter. Wildtiere im Garten sind keine außergewöhnlichen Belastungen.

Der Garten einer Familie grenzt an ein natürliches Gewässer. Dort machte sich eine Biberfamilie breit und richtete auch Schäden im Garten an. Die Tiere stehen unter strengem Natur­schutz und dürfen weder gejagt noch vergrämt werden. In Absprache mit der Natur­schutz­behörde entschied sich die Familie daher für eine Biber­sperre. Die Kosten für Sperre und Beseitigung der Biberschäden wollte sie steuerlich als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

Das Finanz­amt lehnte ab. Der Fall ging bis vor den Bundes­finanzhof. Dieser bestätigte: Wildtierschäden und Maßnahmen zur Vorbeugung seien keine außergewöhnliche Belastung. Geltend gemacht werden können nur damit einhergehende Hand­werk­errechnungen (Az. VI R 42/18).

Tipp: Mehr zum Thema in unserem Special Handwerker und Haushaltshilfen: Kosten rund ums Heim senken die Steuer.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2 Nutzer finden das hilfreich.