So haben wir getestet
Im Test: 14 marktbedeutende Steuerprogramme, die als Download, Handy-App oder Browser-Software erhältlich sind. Gab es ein Produkt als Browser-Software und App, testeten wir die Browser-Software. Die Programme mussten sich für Arbeitnehmer eignen. Die Browser-Software wurde mit den Browsern Safari und Chrome in den aktuellen Versionen getestet. Die Download-Software testeten wir auf Rechnern mit Windows 10 und Windows 7. Die Tests zum Datensendeverhalten wurden mit den Betriebssystemen iOS 11, Android 7 und Windows 10 und mit Chrome als Browser getestet. Testzeitraum: Januar bis Februar 2019.
Steuerberechnung und Hilfen (55 %)
Steuerexperten gaben zwei Musterfälle (siehe Fall A und B) ein. Anhand dieser Fälle prüften wir, ob die Programme steuerlich richtig rechnen und Hilfestellung bei der Eingabe geben. Wir testeten, ob die Programme mit komplexen Sachverhalten zurechtkommen. Schwerpunkte waren unter anderem Kinder, Abfindung, doppelter Haushalt und Pflegegrad. Bewertet wurde die korrekte Berechnung in Verbindung mit Hinweisen und Tipps.
Benutzerführung (45 %)
Drei Experten haben mithilfe eines standardisierten Fragebogens die Handhabung der Programme getestet. Grundlage für den Fragebogen ist die internationale Norm für die Ergonomie der Mensch-System-Interaktion (Din EN Iso 9241–110). Dafür wurde folgender einfacher Steuerfall eingegeben: Eine alleinstehende Angestellte hat eine ÖPNV-Jahreskarte für ihre Arbeitswege. Absetzen möchte sie ein auch beruflich genutztes Notebook, eine private Unfallversicherung sowie eine Zuzahlung zu Zahnersatz. Im Vorfeld des Tests haben Laien unter Aufsicht der Experten den Fall mit drei Programmen bearbeitet, um auf Fallstricke, die Experten möglicherweise übersehen könnten, aufmerksam zu machen. Schwerpunkte waren unter anderem die Steuerbarkeit, Fehlervermeidung und -erkennung. Zusätzlich floss in die Bewertung ein, ob die Programme Daten vom Finanzamt abrufen können (vorausgefüllte Steuererklärung) und ob Daten aus vergangenen Steuererklärungen, die mit dem Programm bearbeitet wurden, einfließen können.
Datensendeverhalten (0 %)
In fünf verschiedenen Bedienungsszenarien wie Installation, Registrierung und Eingabe von Steuerdaten haben wir untersucht, ob Daten verschlüsselt übertragen werden und an wen sie fließen. Experten haben den Datenverkehr mithilfe eines zwischengeschalteten Servers (Proxy) aufgezeichnet und analysiert. Sie haben die gesendeten Daten mit den Datenschutzbedingungen der Anbieter verglichen. Kritisch bewerten wir, wenn Daten versendet werden, die für das Funktionieren der Software nicht notwendig sind.
Mängel in den AGB und Datenschutzbestimmungen (0 %)
Wir haben die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und die Datenschutzbestimmungen der Anbieter bewertet. Dazu überprüften wir die Klauseln juristisch auf ihre Wirksamkeit.
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