Steuer­programme Test

Kaum jemand freut sich auf die Steuererklärung, aber mit Hilfe von Steuer­programmen wird es wenigs­tens einfacher als mit den Papierformularen vom Finanz­amt. Unser Test von elf Steuer­programmen zeigt aber: Nicht alle digitalen Helfer rechnen gleich gut. Drei Programme erhalten am Ende das Qualitäts­urteil gut, sechs sind befriedigend, zwei nur ausreichend (Preise: 14,95 bis 34,95 Euro).

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TestSteuer­programmeFinanztest 05/2017
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11 Programme ...

Für die meisten lohnt sich die Steuererklärung, im Schnitt gibt es 900 Euro zurück. Doch kaum jemand findet sich im Paragrafen­dschungel der Finanz­verwaltung zurecht. Steuer­programme versprechen Verständlich­keit, Hilfe und eine korrekte Berechnung zum Schluss. Im Test war eine breite Markt­auswahl: Elf Steuer­programme haben wir geprüft. Sechs Programme müssen die Nutzer nach dem Kauf vom Hersteller herunter­laden und auf dem heimischen PC installieren. Fünf können sie ohne jegliche Installation im Internet­browser anwenden – und damit auch auf einem Tablet oder Smartphone nutzen. Mac-Nutzer sind meist auf solche Programme angewiesen, denn für das Apple-Betriebs­system gibt es die Download-Programme häufig gar nicht.

... aber 16 „Produkte“

Im Test mussten die Programme drei Steuerfälle mit unterschiedlichen Schwer­punkten lösen (So haben wir getestet). Unsere Anforderung: Ein Programm sollte gut bedien­bar sein, den Nutzer sicher durch seinen Steuerfall führen, und natürlich richtig rechnen. Das schaffen nur drei von elf Programmen – und eines leistet sich sogar einen kapitalen Fehler. Fünf der von uns getesteten Softwares bieten zwei verschiedene Bearbeitungs­wege an. Hier haben wir die Hand­habung beider Varianten getrennt bewertet. Daraus ergeben sich insgesamt 16 Qualitäts­urteile und somit auch 16 getestete „Produkte“. In unserer Liste der getesteten Produkte tauchen die verschiedenen Varianten aber jeweils zweimal unter demselben Namen auf, da der Kunde faktisch nur ein Produkt erwirbt – das sich aber unterschiedlich nutzen lässt (wie, steht in unserer Tabelle im Feld „Bearbeitungs­modus“).

So machen Finanztest-Leser ihre Steuern

Im Vorfeld unseres Tests haben wir unsere Leser gefragt, welches Steuer­programm sie nutzen. Mehr als die Hälfte aller Umfrage­teilnehmer, die ein Steuer­programm nutzen, gaben an, das Wiso Steu­erspar­buch von Buhl Data oder die Steu­erspar­erklärung von Wolters Kluwer zu verwenden (Umfrage). Wie sich die beiden Programme im Test geschlagen haben, erfahren Sie, wenn Sie den Testbe­richt frei­schalten.

Was der Test ergab

Eines der bekann­testen Programme im Test war bei der Hand­habung nur befriedigend und über­zeugte auch im Prüf­punkt „Steuerbe­rechnung und Hilfen“ nicht voll. Ein anderes Programm führt weder gut durch den Steuerfall, noch kommt er zum richtigen Ergebnis. Ein drittes Programm hat die Anlage KAP nicht voll­ständig integriert, sodass eine korrekte Steuererklärung in einigen Fällen unmöglich ist. Betroffen sind etwa Anleger, die ihre Bank gewechselt haben oder mit ihrem Depot umge­zogen sind. Dann kann es vorkommen, dass die neue Bank die Steuer bei Verkauf von Wert­papieren schätzt, weil sie den Anschaffungs­preis der Altpapiere nicht kennt. Der Steuerzahler muss diese Schät­zung mit seinen eigenen Unterlagen in der Erklärung korrigieren, mit dem Programm geht das nicht. Unser Rentner im Testfall 3 hätte ohne diese Korrektur mehr Steuern zahlen müssen als nötig. Im Vergleich zum letzten Test positiv: Wir konnten dieses Mal allenfalls geringe Daten­schutz­verstöße fest­stellen.

Finanztest Steuertipps

Wenn das Programm nicht alles so hinbe­kommt wie gewünscht, helfen die Steuertipps von Finanztest: Ein Arbeits­zimmer zweimal absetzen, mit Jobkosten die 1000-Euro-Grenze knacken oder selbst getragene Ausgaben für den Dienst­wagen zurück­holen – mit unseren Tipps wird die Steuererklärung kinder­leicht. Viele können auf eine Erstattung vom Finanz­amt hoffen, wenn sie ihre Ausgaben für Hand­werker, Alters­vorsorge, Unterhalt oder Bildung abrechnen. Finanztest sagt, wer bis zum 31. Mai mit dem Finanz­amt abge­rechnet haben muss und zeigt die wichtigsten Spartipps für 2016. Zum Special Steuererklärung 2016

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