Steuer­nach­forderung Mit 6 Prozent verzinst

Ist der hohe Zins­satz noch zeitgemäß, den das Finanz­amt auf Steuer­nach­forderungen verlangt? Das soll der Bundes­finanzhof klären. Derzeit verlangt das Amt 0,5 Prozent Zinsen pro Monat, also 6 Prozent pro Jahr – selbst dann, wenn Steuerzahler die Verzögerung gar nicht verschuldet haben. Deshalb klagt mithilfe des Bundes der Steuerzahler ein Ehepaar aus Nord­rhein West­falen. Weil das Finanz­amt so lange gebraucht hat, um die Steuererklärungen des Paares zu bearbeiten, soll letzteres neben Steuern auch noch erhebliche Zinsen zahlen. In erster Instanz hat das Paar verloren. Das Finanzge­richt Münster hält 6 Prozent Zinsen für noch verfassungs­gemäß (Az. 10 K 2472/16 E, Revision zugelassen).

Tipp: Sollen Sie hohe Steuerzinsen zahlen, können Sie sich in Ihrem Einspruch auf ein Parallel­verfahren beim Bundes­finanzhof berufen (Az. I R 77/15) und das Ruhen des Verfahrens beantragen.

Mehr zum Thema

  • Steuererklärung 2020 Abrechnen in Corona-Zeiten – so gehts

    - Als Folge der Corona-Pandemie müssen Angestellte, Familien, Rentne­rinnen und Rentner beim Ausfüllen der Steuererklärung 2020 einige Besonderheiten beachten.

  • Steuererklärung 2019 Diese Posten bringen Ihnen viel Geld zurück

    - Es ist Zeit, sich Geld vom Finanz­amt zurück­zuholen. Am meisten bekommt, wer jetzt alle Ausgaben geschickt abrechnet. Die Steuer­experten der Stiftung Warentest sagen,...

  • Steuer­änderungen 2022 Steuer-Checkup 2022

    - Alle profitieren: Der Grund­frei­betrag wird zum zweiten Mal 2022 erhöht. Für Arbeitnehmer steigt die Jobkostenpauschale auf 1200 Euro, Fernpendler setzen mehr pauschal ab.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.