Steuer­nach­forderung Meldung

Ein Ehepaar muss 6 Prozent Zinsen für Steuern zahlen, die nach­träglich für den Gewinn aus dem Verkauf einer Mietimmobilie im Jahr 2002 fällig sind. Das Finanz­amt hatte die Voll­ziehung des Steuer­bescheids wegen einer Verfassungs­beschwerde ausgesetzt und forderte für die später zu zahlenden Steuern insgesamt 6 023 Euro Zinsen. test.de informiert.

Zins­satz verfassungs­gemäß

Der Zins­satz sei zumindest bis März 2011 verfassungs­gemäß gewesen, entschied der Bundes­finanzhof (BFH, Az. IX R 31/13). Nicht beur­teilt haben die Richter, ob die Höhe in der jetzigen Nied­rigzins­phase noch angemessen ist. Die Bundes­regierung will jedenfalls daran fest­halten, ergab eine Anfrage im Bundes­tag.

Spekulations­frist für Vermieter verlängert

Der Zins­satz für Nach­zahlungen beträgt im Monat 0,5 Prozent. In dem Urteil sind Zinsen für 76 Monate fällig. Zu der Steuerschuld war es gekommen, nachdem der Gesetz­geber im Jahr 2002 die Spekulations­frist für Vermieter von zwei auf zehn Jahre verlängert hatte. Das Paar hatte damals Einspruch einge­legt und sich auf eine Verfassungs­beschwerde zur Verlängerung der Spekulations­frist berufen.

Bundes­finanzhof beendet Streit

Nachdem über die Beschwerde entschieden war, forderte das Finanz­amt im Jahr 2011 die offenen Steuern plus 0,5 Prozent Zinsen pro Monat nach. Das fand das Ehepaar zu viel und zog vor Gericht. Das Verfahren sei über­lang gewesen und das Zins­niveau bis 2011 stetig gefallen. Der BFH urteilte anders.

Dieser Artikel ist hilfreich. 6 Nutzer finden das hilfreich.