Steuern und Kapital­erträge Zu viel Zinsen steuerfrei kassiert?

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Hier fragt uns ein Leser: Mein Finanz­amt fordert von mir für 2013 Bank­bescheinigungen für Kapital­erträge. Was hat das zu bedeuten?

Die Antwort unserer Steuer-Experten: Ange­schrieben wurden Sie, weil Sie womöglich zu hohe Kapital­erträge steuerfrei erhielten. Insgesamt dürfen pro Jahr 801 Euro (Ehepaare 1 602 Euro) steuerfrei bleiben. Wer die Bank wechselt oder ein neues Konto eröffnet, erteilt leicht aus Versehen in der Summe zu hohe Frei­stellungs­aufträge. Das fliegt auf, weil Banken steuerfrei ausgezahlte Kapital­erträge an das Bundes­zentral­amt für Steuern melden.

Sie sollten um Korrektur Ihrer Steuer­abrechnung bitten und die Steuer­bescheinigungen der Banken beifügen, falls Sie diese noch haben. Falls nicht, müssen Sie sie nicht neu besorgen. Die Zahlen liegen dem Amt ohnehin vor. Nur bei positiven Einkünften von mehr als 500 000 Euro müssen Sie Unterlagen für die Steuer sechs Jahre aufheben. In der Regel werten die Beamten die nachgereichten Unterlagen als Selbst­anzeige und sehen von strafrecht­lichen Ermitt­lungen ab. Zu wenig bezahlte Steuern plus 6 Prozent Zinsen müssen Sie nach­zahlen.

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