Steuern sparen Meldung

Wer an Verwandte vermietet, kann Verluste auch dann von der Steuer absetzen, wenn die Miete deutlich unter Marktniveau liegt. Viele Finanzämter lehnten das bisher wegen fehlender Gewinnerzielungsabsicht ab. Doch so einfach gehts nicht, urteilte der Bundesfinanzhof: Ein Ehepaar hatte für nur zwei Drittel des marktüblichen Preises an die Eltern vermietet und machte 48.000 Mark jährlichen Verlust steuerlich geltend. Zu Recht, meinten die Richter, denn auch wenn über Jahre hinweg Verluste eintreten, könne die Wohnung ja später vielleicht einmal mit Gewinn vermietet werden. Bemerkenswert: Der Bundesfinanzhof störte sich nicht einmal daran, dass die Vermieter den Eltern ein lebenslanges Wohnrecht einräumten. Es müssten noch mehr ungewöhnliche Umstände hinzutreten, um die Gewinnerzielungsabsicht zu bezweifeln (Az. IX R 64/96).

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