Steuern sparen Special

Steuerzahler sollten recht­zeitig vor Silvester im privaten Haushalt Bilanz ziehen. Viele können die Steuer für 2014 noch drücken. Andere verschieben Investitionen lieber. Die Experten von Finanztest haben ermittelt, wie sich mit der richtigen Taktik hunderte oder sogar tausende Euro Steuern sparen lassen.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test Steuertipps zum Jahresende.

So viel lässt sich bei der Steuer sparen

Ob über die Kosten für die Kinder­betreuung, die Ausgaben für die Gesundheit oder den Unterhalt für Angehörige – Steuerzahler können ihre Belastung auf vielen Wegen reduzieren. Wie viel Ersparnis mit Solidaritäts­zuschlag drin ist, wenn das Finanz­amt noch zusätzliche Ausgaben anerkennt, zeigt die Tabelle. Die Höhe hängt vom Umfang der Ausgaben und zu versteuernden Einkommen ab.

Zu versteuerndes Einkommen (Euro)

Ersparnis für zusätzliche Ausgaben in Höhe von ... (Euro)

500

1 000

2 000

3 000

4 000

6 000

8 000

10 000

Allein­stehende

30 000

166

330

655

976

1 292

1 910

2 507

3 085

40 000

190

379

752

1 121

1 485

2 199

2 893

3 568

50 000

214

427

849

1 266

1 679

2 489

3 280

4 051

60 000

222

443

886

1 329

1 772

2 659

3 544

4 411

70 000

222

443

886

1 329

1 772

2 659

3 545

4 431

80 000

222

443

886

1 329

1 772

2 659

3 545

4 431

Ehepaare und einge­tragene Lebens­part­nerschaften

40 000

143

285

565

844

1 118

1 665

2 199

2 724

60 000

167

331

660

987

1 310

1 952

2 585

3 205

80 000

190

380

757

1 131

1 504

2 243

2 971

3 688

100 000

215

428

855

1 279

1 699

2 532

3 357

4 171

120 000

222

443

886

1 329

1 772

2 659

3 545

4 431

140 000

222

443

886

1 329

1 772

2 659

3 545

4 431

      Wie hoch die Steuerersparnis für andere Einkommen und Ausgaben ausfallen würde, können Sie leicht mit unserem Grenzsteuersatz-Rechner heraus­finden.

      Ausgaben für haus­halts­nahe Dienst­leistungen

      Steu­erspar­möglich­keiten bieten sich an allen Ecken und Enden. So senken Ausgaben im Bereich der haus­halts­nahen Dienst­leistung die Steuerlast. Der Fens­terputzer kann zum Beispiel noch kommen oder der Gärtner den Garten winter­fest machen. Solche Arbeiten lohnen sich meist noch vor Silvester, weil das Finanz­amt dafür bis zu 20 000 Euro anerkennt. Auch die Reno­vierung der Wohnung kann sich auszahlen, denn Löhne für Hand­werker im Haushalt zählen bis zur Höhe von 6 000 Euro im Jahr. Ist der Spielraum ausgeschöpft, sollten Steuerzahler solche Arbeiten dagegen lieber erst nächstes Jahr beauftragen.

      Anrechnung von Werbungs­kosten

      Arbeitnehmer können nächstes Jahr höhere Werbungs­kosten über die Steuererklärung für 2014 absetzen, wenn sie mehr als 1 000 Euro für den Beruf ausgeben. Die Grenze schaffen schon alle, die dieses Jahr mindestens 15 Kilo­meter am Tag von der Wohnung zur Arbeit fahren. Ihnen bringt zum Beispiel eine Fort­bildung im Dezember noch Steuererspar­nisse. Der Kauf von beruflicher Fach­literatur zahlt sich aus oder die Anschaffung von Arbeits­mitteln wie Notebooks. Am besten sind Arbeits­mittel, die nicht so teuer sind, weil das Finanz­amt den Preis dafür sofort voll anerkennt.

      Aufgepasst bei Geld­anlagen

      Auch Geld­anlagen können wichtig sein. Laufen zum Beispiel Anlagen aus, verlieren Frei­stellungs­aufträge ihren Sinn. Anleger sollten sie neu verteilen – vor allem, wenn sie ihr Geld weiter anlegen wollen. Haben Sie Frei­stellungs­aufträge vor 2011 noch ohne Steuer-Identifikations­nummer erteilt? Dann achten Sie darauf, dass die Bank die Nummer beim Bundes­zentral­amt für Steuern abruft. Oder sie erteilen die Aufträge neu. Die alten werden ohne Steuer-Identifikations­nummer Ende 2015 ungültig.

      Das bringen Ausgaben für die Alters­vorsorge

      Wer noch Geld übrig hat, kann es in die staatlich geförderte Alters­vorsorge investieren. Für Arbeitnehmer kommen zum Beispiel Riester-Verträge infrage hier finden Sie die richtige Riester-Sparform. Sie können sich noch Zulagen für das ganze Jahr sichern, wenn sie im Dezember einen Vertrag abschließen. Sie selbst erhalten 154 Euro – und für jedes Kind kommen bis zu 300 Euro dazu.

      Wo Immobilien-Besitzer Steuern sparen können

      Auch Vermieter sollten Bilanz ziehen. Setzen sie ihre Immobilie nach dem Kauf zum Beispiel instand, sparen sie nur zügig Steuern, wenn sie in den ersten drei Jahren maximal 15 Prozent der Gebäude­kosten investieren. Andernfalls müssen sie ihre Ausgaben bis zu 50 Jahre lang abschreiben. Das ist meist nur für diejenigen günstig, die sehr hohe Instandset­zungs­kosten haben oder später deutlich mehr Einkommen als heute versteuern müssen.

      Viele weitere Spartipps im Finanztest-Artikel

      Wo Steuerzahler noch weiteres Spar­potential haben, zeigt der Artikel von Finanztest. Nach dem Frei­schalten lesen Sie zum Beispiel auch, wie über die Kosten der Kinder­betreuung, die Ausgaben für die Gesundheit, über den Unterhalt für Angehörige oder mittels Spenden die Steuerlast gesenkt werden kann.

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