Steuern sparen Bei Fort­bildung zählt jeder Kilo­meter

13.02.2013
Steuern sparen - Bei Fort­bildung zählt jeder Kilo­meter
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Bilden sich Arbeitnehmer beruflich fort, dann können sie 30 Cent für jeden gefahrenen Kilo­meter – also für den Weg hin zur Bildungs­stätte und wieder zurück – als Werbungs­kosten beim Finanz­amt abrechnen, wenn sie dafür selbst aufkommen müssen. Der Bundes­finanzhof hat zuletzt in mehreren Urteilen bestätigt, dass diese Fahrt­kosten zu einer Fort­bildung außer­halb des Betriebs anders zu bewerten sind als die Ausgaben für die regel­mäßige Fahrt zur Arbeits­stelle.

Bildungs­einrichtung ist keine Arbeits­stätte

Für den täglichen Arbeitsweg erkennen die Finanz­ämter über die sogenannte Entfernungs­pauschale nur die Hälfte an – 30 Cent pro Kilo­meter der einfachen Wegstrecke. Geht es um Fahrten zu einer Fort­bildung, ist das anders. Die obersten Finanz­richter weisen darauf hin, dass eine vom Arbeitnehmer besuchte Bildungs­einrichtung keine regel­mäßige Arbeits­stätte ist – auch dann nicht, wenn sie wie etwa eine Hoch­schule während eines Aufbaustudiums über einen längeren Zeitraum besucht wird. Deshalb seien die tatsäch­lichen Ausgaben für die Fahrt als Werbungs­kosten zu berück­sichtigen. Über­nimmt der Arbeit­geber die Fort­bildungs­kosten, kann er ebenfalls die Ausgaben für jeden zurück­gelegten Kilo­meter ersetzen, ohne dass der Angestellte dafür Lohn­steuer zahlen muss (Bundes­finanzhof, Az VI 44/10, VI R 42/11, III R 64/11).

Steuer­vorteil ab 1 000 Euro Werbungs­kosten

Neben den Fahrt­kosten können zum Beispiel auch die Ausgaben für Kurs­gebühren, Pauschalen für die Verpflegung vor Ort und Über­nachtungs­kosten steuerfrei vom Arbeit­geber erstattet oder vom Angestellten als Werbungs­kosten beim Finanz­amt abge­rechnet werden. Einen Steuer­vorteil bringen die Ausgaben aber erst, wenn der Arbeitnehmer insgesamt auf Werbungs­kosten von über 1 000 Euro im Jahr kommt. Denn bis zu dieser Grenze erkennt das Finanz­amt Ausgaben für den Job auf jeden Fall an, auch wenn tatsäch­lich weniger Werbungs­kosten angefallen sind. Erst jeder zusätzliche Euro hilft, Steuern zu sparen. Selbst­ständige, die eine Fort­bildung besuchen, profitieren dagegen sofort: Sie können ihre Bildungs­kosten vom ersten Euro an als Betriebs­ausgaben absetzen.

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13.02.2013
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