Steuern für Anleger und Sparer Meldung

Schmerzhafter Schnitt: Die ­Kürzung des Sparerfreibetrags ­kostet Kleinanleger mehr als nur einen halben Euro.

Sparer und Anleger müssen ab 2007 mehr Geld an den Staat abführen.

So soll der so genannte Sparerfreibetrag ab dem Jahr 2007 von 1 370 auf 750 Euro pro Jahr gekürzt werden. Das trifft vor allem sicherheitsorientierte Kleinanleger, die bisher ihre Zinsen ohne Steuerbelastung kassieren konnten.

Hat ein Sparer zum Beispiel 30 000 Euro in eine Einmalanlage mit 4-prozentiger Rendite gesteckt, musste er die Zinseinnahmen bisher nicht versteuern. Ab 2007 muss er dann zumindest einen Teil der Zinsen versteuern.

Durch die Senkung des Freibetrags werden Einmalanlagen mit Zinsansammlung für viele Anleger noch unattraktiver. Das gilt auch für das bekannteste Angebot, den Bundesschatzbrief Typ B. Denn die einmalige Zinszahlung am Ende der Laufzeit übersteigt oft den Freibetrag. Angebote mit jährlicher Zinszahlung sind dann besser.

Außerdem plant die Regierung, eine 20-prozentige Steuer auf Gewinne aus Wertpapiergeschäften einzuführen. Bislang gilt eine einjährige Spekula­tionsfrist, nach der Gewinne steuerfrei sind. Sie soll auf jeden Fall entfallen. Unklar ist noch die Frage der Rückwirkung. Wird die Steuer nur für Aktien- oder Aktienfondskäufe ab dem 1. Januar 2007 gelten oder auch für Altbestände, die zu diesem Zeitpunkt bereits lange im Depot liegen?

Unabhängig von diesen Details spricht nichts dagegen, schon heute in einen guten Aktienfonds einzusteigen. Gewinne, die nach Ablauf eines Jahres vor 2007 erzielt werden, könnten Anleger in jedem Fall noch steuerfrei einstreichen.

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