Anleger können ihre Kosten für die Geld­anlage wie Depot­gebühren, Reise­kosten zur Haupt­versamm­lung oder Kreditzinsen nicht zusätzlich absetzen. Die Ausgaben sind seit 2009 mit dem Sparerpausch­betrag von 801 Euro (1 602 Ehe- und gesetzliche Lebens­partner) abge­golten (Az. VIII R 13/13, 34/13). Das hat jetzt der Bundes­finanzhof bestätigt. Nur ihre Bank­spesen, die beim An- und Verkauf von Wert­papieren entstehen, dürfen Sparer von ihren steuer­pflichtigen Verkaufs­gewinnen abziehen. Doch längst ist nicht alles geklärt. In vielen Steuerfragen muss der Bundes­finanzhof (BFH) erst entscheiden:

  • Aktien­verluste. Zählen die Verluste von Aktien, die als wert­los ausgebucht wurden, weil die AG pleite war? (Az. IX R 57/13)
  • Gold­anleihen. Wird für Gold­anleihen, die in Gold oder Geld ausgezahlt werden können, Abgeltung­steuer fällig? (Az. VIII R 19/14, 35/14)
  • Ster­begeld­versicherung. Zählen die Verluste, die entstanden, wenn Sparer eine Ster­begeld­versicherung gekündigt haben? (Az. VIII R 25/14)

Tipp: In diese Muster­prozesse können Sie sich mit einem Einspruch gegen Ihren Steuer­bescheid einklinken.

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