Ausbildungskosten für einen neuen Beruf muss das Finanzamt voll anerkennen. Damit gab der Bundesfinanzhof einer Bilanzbuchhalterin Recht, die 1995 eine Umschulung begann, weil sie befürchtete, arbeitslos zu werden. Danach eröffnete sie eine Naturheil-Praxis und setzte für die Umschulung 14 000 Euro als vorab entstandene Betriebsausgaben ab. Das Finanzamt sah den Kurs als neue Berufsausbildung an und erkannte nur 920 Euro jährlich an. Der BFH hingegen akzeptierte die vollen Kosten, weil sie mit dem Kurs ihre spätere Arbeitslosigkeit beenden konnte (Az. VI R 120/01).

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