Steuern Meldung

Wer gerade gekaufte Gegenstände in zwölf Monaten wieder verkauft, kann Verluste eventuell steuerlich absetzen.

Cabrio: Auch Privatleute können Verluste von der Steuer absetzen, wenn sie Gegenstände kaufen und innerhalb von zwölf Monaten wieder verkaufen – das meint zumindest der Bundesfinanzhof, der damit einem Cabriofahrer recht gab. Der Mann hatte sein Auto im Januar gekauft und im Oktober mit rund 2 400 Euro Verlust wieder verkauft (Bundesfinanzhof, Az. IX R 29/06). Diesen Verlust kann er mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen, zum Beispiel mit Gewinnen aus dem Verkauf von Aktien oder Fonds. Das geht aber nur mit Wertpapieren, die vor 2009 verkauft wurden.

Beispiel: Ein Anleger verkauft sein Auto innerhalb eines Jahres mit 2 000 Euro Verlust. Mit dem Verkauf von anderen Gütern oder von Wertpapieren macht er aber höhere Gewinne. Hat er einen Grenzsteuersatz von 30 Prozent, spart er nun 600 Euro (30 Prozent von 2000).

Alltagsbedarf: Für Fonds, Aktien und Antiquitäten gilt das schon seit Jahren. Künftig würde es auch auf andere Güter des täglichen Bedarfs zutreffen, egal ob Möbel, Kleidung, Elektrogeräte oder zum Beispiel Kinderwagen. Jeder sollte also für die Steuererklärung Belege aufheben.

Aber: Noch ist nicht sicher, ob die Finanzämter das Urteil berücksichtigen. Es kann sein, dass sie es auf Weisung des Finanzministeriums nicht über den entschiedenen Einzelfall hinaus anwenden dürfen. Immerhin wurde im Jahr 2001 extra eine Verwaltungsanweisung erlassen, wonach solche Verluste nicht mit anderen Gewinnen verrechnet werden können.

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