Steuern Meldung

Auszubildende können höhere Fahrt­kosten absetzen. Der Bundes­finanzhof (BFH) entschied: Für Wege zwischen Bildungs­einrichtungen und Wohnung zählen die vollen Fahrt­kosten und nicht nur die Entfernungs­pauschale. Auto­fahrer dürfen nun Hin- und Rückweg mit 30 Cent, Rollerfahrer mit 13 Cent pro Kilo­meter abrechnen. Wer mit öffent­lichen Verkehrs­mitteln unterwegs ist, kann die Ticket­kosten voll ansetzen.

Im konkreten Fall ging es um den Weg zu einem Berufs­fort­bildungs­werk (Bfw), das ein Auszubildender an 160 Tagen im Jahr aufsuchte. Das Finanzge­richt Thüringen sah das Bfw als regel­mäßige Arbeits­stätte, der BFH lehnte das ab (Az. VI R 65/11). Das Bfw sei nicht als regel­mäßige Arbeits­stätte zu sehen, weil es keine betriebliche Einrichtung des Arbeit­gebers sei. Der Azubi kann nun nach Reise­kosten­grund­sätzen abrechnen und auch Verpflegungs­pauschalen geltend machen. In Bezug auf eine Hoch­schule hatte der BFH schon Anfang 2012 ähnlich entschieden. Seitdem können Studenten Fahrten zur Uni wie Dienst­reisen abrechnen (Az. VI R 44/10).

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