Ehepaare, die im Jahr 2000 Eltern werden, sollten ihre Steuerklassen prüfen. In der Regel lässt sich der Ehemann als künftiger Alleinverdiener die günstige Steuerklasse 3 und die Ehefrau die Steuerklasse 5 auf der Lohnsteuerkarte eintragen. Dabei kann genau das Gegenteil, also die Ehefrau mit Steuerklasse 3 und der Ehemann mit 5 enorme finanzielle Vorteile bringen.

Das liegt am Mutterschaftsgeld, das die Mutter sechs Wochen vor bis acht Wochen nach der Geburt des Kindes erhält. Es bemisst sich nach ihrem durchschnittlichen Nettogehalt. Der Clou dabei: Das Mutterschaftsgeld wird nur indirekt besteuert. Das führt dazu, dass es nur geringfügig den Steuersatz der Familie erhöht. Bei einem Bruttoverdienst der Mutter von monatlich 4.600 Mark kann sich die Familie zum Beispiel über Mehreinnahmen von 3.000 Mark freuen. Zwar muss der Ehemann mit der Steuerklasse 5 zunächst große Steuerabzüge in Kauf nehmen. Dafür erhält er aber mit dem Steuerbescheid für das betreffende Jahr eine erhebliche Steuererstattung.

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